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Hat die Polizei die Brandstifter von Oberlößnitz?

Zeugenhinweise werden dringend gesucht. In dem Areal nahe der Wachschen Villa in Radebeul wurden im April Böller gezündet und der Wald fing Feuer.

Löschen am steilen Hang oberhalb des Augustusweges in Radebeul am 22. April diesen Jahres.
Löschen am steilen Hang oberhalb des Augustusweges in Radebeul am 22. April diesen Jahres. © Tino Plunert

Radebeul/Meißen. Ist das jetzt der Ermittlungserfolg? Mitte April setzten Unbekannte mittels Pyrotechnik eine etwa 2.000 Quadratmeter große Waldfläche am Augustusweg in Brand. Polizeisprecher Marko Laske: „Im Zuge der Ermittlungen haben sich Hinweise auf zwei Jugendliche ergeben, die möglicherweise mit dem Feuer in Verbindung stehen.“

Die Jugendlichen waren am Brandort mit Fahrrädern unterwegs und hatten einen Bierkasten bei sich. Ihr Alter wird auf 14 bis 18 Jahre geschätzt. Einer der beiden trug eine Jogginghose sowie einen beigefarbenen Anglerhut, so die Polizei.

Steile Wanderwege und illegale Pfade durchziehen das Gebiet. Bruchholz sammelt sich hier um einen ehemaligen Steinbruch. Wer sich dort trifft, der will unentdeckt bleiben. Und genauso tun es in dieser Gegend vermehrt junge Leute aus der Stadt. Mindestens fünf wilde Lagerstellen hat die SZ inmitten der Felsen damals entdeckt. Jede Menge zerschlagene Schnaps-, Wein- und Bierflaschen liegen am Hang herum. 

Das wäre ein Flächenbrand geworden

Die Ermittler im April: „Wir haben in Zeugenbefragungen herausbekommen, dass es an dem Abend mindestens einmal sehr laut gekracht hat. Ziemlich sicher wurden hier verbotene Böller aus Polen oder China gezündet.“

Kripochef Jürgen Leistner: „Unmittelbar daneben ist das Haus der Kinderarche. Direkt darunter ein Hort. Die Villen sind nur ein paar Schritte entfernt. Nicht auszudenken, wenn hier der Wald, der ganze Hang gebrannt hätte.“ Das wäre ein Flächenbrand geworden, wie ihn Radebeul lange nicht erlebt hat.

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Die Polizei fragt jetzt: Wer kann Angaben zu den Gesuchten machen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter (0351) 483 22 33 entgegen.

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