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Hat Königstein zu viel Geld ausgegeben?

Bürger und Unternehmer in Königstein werden zur Kasse gebeten. Die Stadt plant eine Anhebung des Gewerbe- und Grundsteuersatzes von 400 auf 450. Damit sollen ein Finanzloch von 225000 Euro gestopft und...

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Bürger und Unternehmer in Königstein werden zur Kasse gebeten. Die Stadt plant eine Anhebung des Gewerbe- und Grundsteuersatzes von 400 auf 450. Damit sollen ein Finanzloch von 225 000 Euro gestopft und die Investitionen für die kommenden Jahre gesichert werden, sagt Bürgermeister Frieder Haase (parteilos). Haushaltssanierung auf dem Rücken der Bürger nennt das Stadtrat Ivo Teichmann (parteilos). Er will der Steuererhöhung nicht zustimmen und schlägt stattdessen vor, eine Fläche in Leupoldishain als Bauland auszuweisen und zu verkaufen. Einen Bebauungsplan für das Areal gibt es bereits. Das stimmt, sagt Haase. Der Plan stammt aus dem Jahr 1994. Damals war die Gemeinde Leupoldishain noch selbstständig. Doch derzeit darf das Areal nicht bebaut werden. Unterstützung erhält er von Katrin Klewe, die für die Freien Wähler im Stadtrat sitzt. Sie verteidigt zudem die Sanierung des Begegnungszentrums in der Pirnaer Straße 2. Ivo Teichmann macht die Großinvestition (1,7 Millionen Euro) dafür verantwortlich, dass jetzt in der Stadtkasse ein Loch klafft. „Der Stadtrat hat sich mit großer Mehrheit zu der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes bekannt. Es gehört auch zum demokratischen Verständnis, dass man das akzeptiert“, sagt sie in Richtung Teichmann. Sie macht, genau wie Bürgermeister Haase, andere Großinvestitionen für das Haushaltsloch verantwortlich. (SZ/ik)