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Hat Petrus so schlimm randaliert?

Nicht nur beim Bedos-Imbiss am Berzdorfer See sah es am Montag schlimm aus, auch Carari und die Milchbar haben Schäden zu verzeichnen.

Randale oder Unwetter? Beim Bedos-Imbiss sah es mit umgekippter Mülltruhe, kaputten Mülleimern und weit verteilten Sitzbänken besonders schlimm aus. Auch andere sind betroffen.
Randale oder Unwetter? Beim Bedos-Imbiss sah es mit umgekippter Mülltruhe, kaputten Mülleimern und weit verteilten Sitzbänken besonders schlimm aus. Auch andere sind betroffen. © privat

Verwüstungen hatte am Montagmorgen nicht nur Mohamad Badr Eddin Haboush, der am Berzdorfer See einen kleinen Imbiss betreibt, zu verzeichnen. Auch seine Nachbarn am Nordstrand, Ottos Milchbar und die Carari-Gastronomie waren betroffen. „Das war’s dann erstmal mit unserer Bühne“, schreibt Familie Otto, die Inhaber der gleichnamigen Milchbar, auf ihrer Facebook-Seite. Ein Foto dazu zeigt, dass die weiße Zeltüberdachung der Bühne in sich zusammengestürzt ist. „Das Unwetter letzte Nacht hat ganze Arbeit geleistet.“

Bei Mohamad Haboush, der den Imbiss ein Stück weiter nördlich am Strand betreibt, waren Montagmorgen massive Holzbänke umgekippt, Tische und Stühle und Sonnenschirme lagen in der Umgebung verteilt. Nach ersten Schätzung liegt der Sachschaden bei rund 500 Euro. Der Sicherheitsdienst K9, der die Schäden am Montagmorgen entdeckte, rief die Polizei. Die Frage, die sie zu klären hat: War es Zerstörungswut oder war das Unwetter schuld, das in der Nacht zum Montag über die Region gefegt ist. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, sagt Polizeisprecher Philipp Marko. Nach aktuellem Stand deute aber alles darauf hin, dass der Sturm für die Schäden verantwortlich ist. Dafür spreche auch, dass keine Spuren gefunden wurden, die deutlich auf menschliches Einwirken hinweisen. „Das Verfahren ist allerdings noch nicht beendet.“

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Ralf Richter ist sich sicher, dass es sich bei den Verwüstungen um Unwetterschäden handelt. Er betreibt die Erlebnis-Gastronomie Carari am See. Am Sonntag, kurz vor Mitternacht, ging bei ihm ein Alarm der Sicherheitsanlage im Carari-Pavillon ein, erzählt er. „Daraufhin bin ich raus zum See gefahren.“ Die umgeworfenen Außenmöbel bei Mohamad Haboushs Imbiss habe er da schon gesehen. Beim Carari-Pavillon war teils Dachpappe abgerissen. „Der Rollladen auf der Seeseite war eingedrückt, von wo der Wind kam“, erzählt Ralf Richter. „Der Sturm ist aber nur bei uns hinten so schlimm angekommen.“ Bei anderen Ständen weiter nördlich am Strand blieben Außenmöbel an Ort und Stelle. Es sei aber keine Seltenheit, dass am See Wetterphänomene sehr territorial auftreten, sagt Richter.

Auch Bernd Otto geht von einem Unwetterschaden aus. „Wir hatten vorher sogar den Wetterbericht gehört“, erzählt der Inhaber der Milchbar. „Aber dass es so heftig kommt, hätten wir nicht gedacht.“ Er nimmt es sportlich. Das Zelt über der Bühne ist jetzt fünf Jahre alt, und habe ohnehin schon die eine oder andere Macke gehabt. Der Sturm hat die Frage beantwortet, wann es ersetzt werden soll.

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