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Hauptrolle in einem Albtraum

Mut ist jetzt, sich zurückzunehmen. SZ-Redakteurin Heike Sabel rät zur konsequenten Einhaltung aller Entscheidungen zur Corona-Krise.

©  dpa, Montage: SZ

Wir sind gewohnt zu planen und zu organisieren. Das bestimmt unseren Alltag. Doch da kommt so ein Virus und stellt alles auf den Kopf. Manchmal fühlt es sich an, als ob wir im falschen Film sind oder auf das Erwachen aus einem schlimmen Traum warten. Dieser Film, dieser Albtraum werden noch eine Weile weitergehen, und wir spielen die Hauptrollen in ihnen.

Der wirtschaftliche Kollaps wird am Ende vielleicht größer sein als der gesundheitliche. Doch die Wirtschaft danach wieder auf die Beine bringen können wir nur, wenn wir jetzt gesund bleiben. Es hat nichts mit Mut zu tun, jetzt unbedingt raus zu gehen, sich zu treffen, absurde Partys zu organisieren. Es geht jetzt nur noch mit konsequenten Entscheidungen, deren konsequenter Einhaltung und Kontrolle.

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Mut ist jetzt, sich zurückzunehmen, auf sich und andere aufzupassen. Und Pläne für danach zu machen. Für den Einkauf beim Laden um die Ecke, für eine Feier mit Freunden und Verwandten, die nächste Reise. Auch wenn wir auf all das eine wahrscheinlich sogar lange Weile warten müssen. Den Weg dahin ist noch niemand gegangen. Er wird uns nicht nur vor gesundheitliche und wirtschaftliche Abstürze stellen, er wird auch unsere Ehrlichkeit und Menschlichkeit auf die Probe stellen.

Passen wir auf, auf uns und aufeinander.

Bleiben Sie gesund.

Kontakt Heike Sabel.

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