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Hauptsache Spaß am Sport

Fußball. Mit einem Sportfest wurde an der Grundschule Weixdorf das „Fit am Ball“-Projekt nach zehn Wochen beendet.

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Von Iris Hellmann

Weixdorf. Mit einem fröhlichen Sportfest hat gestern Nachmittag die Grundschule Weixdorf den Abschluss des Projekts „Fit am Ball“ gefeiert. 26 Dritt- und Viertklässler zeigten, was sie in den vergangenen zehn Trainingswochen gelernt hatten. Initiiert wurde das Projekt, an dem sich Schulen in ganz Deutschland beteiligen können, von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Der Spaß ist dabei die Hauptsache“ sagt Susanne Kunze, Sportlehrerin an der Grundschule Weixdorf. Sie hat sich die Organisation und das Training auf die Fahnen geschrieben. Die Idee, sich bei diesem Projekt zu bewerben, kam allerdings vom Elternrat. Und so halfen auch gestern etwa acht Muttis als Schiedsrichter und Proviantlieferer beim Sportfest aus. „Es ist eine gute Möglichkeit, die Kinder an Sport heranzuführen, auch die, die sonst nicht so gut sind“, sagt beispielsweise Susanne Beckmann, eine der Mütter, die sich für dieses Projekt stark gemacht hatte.

Dass das Programm nicht nur für „Sportskanonen“ ein voller Erfolg war, bestätigt auch Sportlehrerin Susanne Kunze. Für das Projekt haben sich sowohl Kinder gemeldet, die schon in der Freizeit sportlich aktiv sind als auch solche, die damit noch nicht so viel zu tun haben. Ziel ist, dass sie auch weiterhin am Ball bleiben und eventuell in einen Sportverein in Weixdorf eintreten“, sagt Susanne Kunze. Zehn Wochen lang trafen sich jeden Montagnachmittag rund 20 Mädchen und Jungen zum „Fit am Ball“-Training. Dabei wurde nicht nur Fußball gespielt. Auch Geschicklichkeitsübungen und Handball-Zielwerfen gehörten zum Programm, erzählte Susanne Kunze. Auch die Ernährungs- und Trinkgewohnheiten wurden einmal genauer unter die Lupe genommen. Jeder einzelne erhielt ein persönliches Trainingstagebuch. Denn tieferer Sinn des „Fit am Ball“-Projekts ist, es Übergewicht bei Kindern vorzubeugen. Dagegen ist regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung nach wie vor das beste Mittel, so das Motto der Organisatoren. Unterstützt wird die Initiative beispielsweise von einem Snack-Hersteller und Fußballvereinen, unter anderem von Dynamo Dresden und dem 1. FC Köln.

Mannschaften ausgelost

Vor allem lag beim gestrigen Abschlussturnier der Teamgeist in der Luft, ganz im Sinne der Fußball-Weltmeisterschaft. Die hatte man sich übrigens zum Anlass genommen, die sechs Teams nach deutschen Nationalspielern zu benennen. Die Auswahl traf das Los – auch ein ganz bewusster Baustein des Projekts, um auch denen eine Chance zu geben, die sonst immer als letzte in die Mannschaft gewählt werden. So spielte dann beispielsweise Team „Frings“ gegen die Mannschaft „Klose“. David Söntgen vom Team „Frings“ schoss dabei gleich zwei Tore. Allerdings war er etwas im Vorteil, denn er spielt auch in seiner Freizeit im Fußballverein. Er fand es „nicht schlecht“ dass er auch mal in der Schule Fußball spielen konnte. Schließlich zählte vor allem der Spaß am Sport. So bekamen am Ende alle Teilnehmer eine Urkunde überreicht.

www.fitamball.de