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Hauptstraße bekommt einen internationalen Weihnachtsmarkt

Maureen Schubert ist ein gern gesehener Gast bei Kultur- und Sommerfesten in und um Dresden. Doch in diesem Winter wird die Kenianerin ihre Weihnachtsmarktpremiere feiern: Zusammen mit anderen Mitgliedern...

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Maureen Schubert ist ein gern gesehener Gast bei Kultur- und Sommerfesten in und um Dresden. Doch in diesem Winter wird die Kenianerin ihre Weihnachtsmarktpremiere feiern: Zusammen mit anderen Mitgliedern des Colorful Africa e. V. wird sie an einem Stand des neuen Augustusmarkts afrikanische Gerichte anbieten.

Hinter dem Augustusmarkt verbirgt sich der neue Weihnachtsmarkt an der Hauptstraße. „Bislang schwierig“, sei dieser Markt gewesen, sagt FDP-Landeschef Holger Zastrow, der mit seiner Agentur im Sommer den Zuschlag für ein neues Konzept bekam. Das basiert vor allem darauf, in den kommenden drei Jahren verstärkt ausländische Angebote zu schaffen.

So wurden aus fünf internationalen Händlern im Vorjahr nun 15. Neben dem afrikanischen Zelt wird es auch ein finnisches Weihnachtsdorf geben, dazu Kunsthandwerk aus Nepal, Schokolade aus Italien oder Bier aus Tschechien.

Und auch die Gesamtzahl der Händler hat sich von 54 auf 74 erhöht, sagt Zastrow durchaus stolz. Denn der gesamte weihnachtliche Auftritt entlang der Hauptstraße steht auf dem Prüfstand. So wird aus dem Zick-Zack-Kurs nun eine „weiß-golden schimmernde Flaniermeile“, so Zastrow, die sich von der Dreikönigskirche bis zum Goldenen Reiter erstrecken soll. Der wird ab dem 29. November zum zentralen Bestandteil des Weihnachtsmarkts und die Verbindung zwischen Augustusmarkt und -brücke. In der kommenden Woche wird die weiße Zeltstadt aus Pagoden aufgebaut – die mehreckigen Festzelte wurden bereits im 18. Jahrhundert für Barockfeste genutzt. Zudem sollen ein sieben Meter hoher blauer LED-Baum sowie ein weihnachtlich angehauchter Schriftzug hinter dem Goldenen Reiter den gesamten Weihnachtsmarkt wieder in einem besseren Licht erscheinen lassen.

Weihnachtsmarkt für Kinder

All das haben sich Zastrow sowie sein Parteifreund Matteo Böhme bereits einen sechsstelligen Betrag kosten lassen. Dabei haben die beiden Investoren sogar noch weitere Visionen: ein Kinderweihnachtsmarkt etwa oder ein durchgängiges Gesamtkonzept bis zum Jorge-Gomondai-Platz spätestens im Winter 2014. Dass Zastrow Weihnachtsmärkte kann, hat er bereits bei der Umstrukturierung des Striezelmarkts bewiesen. Für das Konzept hatte seine Agentur 2010 den Tourismuspreis der Stadt erhalten.

Am Striezelmarkt hat auch Maureen Schubert in der Vergangenheit stets ihre Freude gehabt: „Jedes Jahr gehe ich immer sehr gerne da drüber“, erzählt sie mit einem charakteristischen Lächeln. Doch mit dem eigenen Stand wird das Weihnachtsmarkterlebnis für die Kenianerin in diesem Winter nun ein anderes sein. Kurz verschwindet das Lächeln von ihrem Gesicht, und sie sagt nur leise, sie habe Respekt vor der Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt: „Das ist ja ganz schön kalt.“