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Radebeul

Hauptstraße wird zur Tanzfläche

Coswig feiert kleiner als im vergangenen Jahr. Die organisatoren haben vom Landeserntedankfest viel gelernt.

Für den neuen Parkplatz am ehemaligen Straßenbahnhof wird es die erste Bewährungsprobe. Mitarbeiter der Schaustellerfirma Bachmann beim Aufbau der Berg-und-Tal-Bahn „Musikexpress“ für das Stadtfest in Coswig.
Für den neuen Parkplatz am ehemaligen Straßenbahnhof wird es die erste Bewährungsprobe. Mitarbeiter der Schaustellerfirma Bachmann beim Aufbau der Berg-und-Tal-Bahn „Musikexpress“ für das Stadtfest in Coswig. © Norbert Millauer

Coswig. Die Feier im vergangenen Herbst war die größte, die Coswig seit der Wende erlebt hat. Das Landeserntedankfest zog 50 000 Besucher in die Stadt. Dieses Wochenende werden es nicht so viele sein. Die Qualität auf den Bühnen soll aber nicht geringer sein, versprechen die Organisatoren.

Beim Landeserntedankfest habe man viele Erfahrungen sammeln können, sagt Thomas Kretschmer, Geschäftsführer der Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH. Dazu gehören zum Beispiel das Sicherheitskonzept und die Gästeströme. 

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Bis zu 25.000 Besucher werden am Wochenende erwartet. Die müssen auch dieses Jahr keinen Eintritt zahlen. Auf die Buchung kostenintensiver Stars und Sternchen wurde bewusst verzichtet. Dafür treten viele regionale Bands und Musiker wie Retroskop, Sedony, Siggi & Band, Crazy Birds oder Buddy Joe auf.

Ganz ohne Sponsoren geht es trotzdem nicht. Die Stadt gibt seit 2009 jedes Jahr 10.000 Euro dazu. „Da kommen wir nicht mit hin“, sagt Kretschmer. Allein der Stundenlohn für das Sicherheitspersonal habe sich seitdem verdoppelt, nennt Kretschmer nur ein Beispiel. 

40.000 bis 50.000 Euro kostet das Partywochenende. Mit den Einnahmen aus den Ständen und durch Sponsoring lässt sich das Fest nicht mehr stemmen. Der städtische Zuschuss soll deshalb auf 20.000 Euro erhöht werden. Eine Entscheidung, die der neu gewählte Stadtrat voraussichtlich im September treffen muss. „Oder wir feiern nur alle zwei Jahre. Für uns geht beides“, so Thomas Kretschmer.

Eröffnet wird die Tanz- und Musikmeile am Freitagabend im Festzelt auf dem Wettinplatz mit der Band B-1000. Bühnen stehen außerdem am Ravensburger Platz, am Lovosicer Platz, am Rathaus und vor der Börse. Letztere soll besonders die Jugend am Freitagabend mit elektronischer Musik und am Sonnabend mit der „Venga Venga-Party“ und Musik aus den 90ern und 2000ern anziehen. 

Und weil ab 1 Uhr beziehungsweise 1.30 Uhr auf der Straße Ruhe sein muss, zieht die Feier danach in den Ballsaal der Börse um. Sollte es regnen, ist das auch schon vorher möglich, sagt Börsenchef Thomas Kretschmer. Am Freitagabend um 22 Uhr wird das Höhenfeuerwerk vom Bürgerpark aus gezündet.

Der Rummel wird auf dem neuen Park- und Festplatz am alten Straßenbahnhof aufgebaut. Auf dem Mitarbeiterparkplatz des Rathauses gibt es Mitmachaktionen für Kinder und dort gastiert erstmals die Interessengemeinschaft der „Sugambrer“, welche Geschichtliches aus dem Mittelalter vermittelt und Einblicke in das Leben zu dieser Zeit gibt.

Wer zur Festmeile nicht laufen kann oder will, dem empfehlen die Organisatoren eine Anreise mit dem ÖPNV. Weil die Straßenbahn nicht fährt, gibt es für die Ersatzbusse eine Haltestelle in der Louise-Otto-Peters-Straße beidseitig vor der Alten Feuerwehr. Für die anderen Busse (VGM) befindet sich die Ersatzhaltestelle während des Festes in der Lutherstraße, Höhe Volkssolidarität. Der Fahrradparkplatz wird auf dem Besucherparkplatz des Rathauses eingerichtet.

www.stadtfest-coswig.de