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Radeberg

Rückkehrer sorgen für Bauboom in Wachau

In dem Ort werden in den nächsten Jahren rund 240 neue Wohneinheiten entstehen.

Auf dem Areal des ehemaligen Rittergutes in Seifersdorf werden in den nächsten Jahren 64 Wohneinheiten entstehen. Damit wird dieses Brachland wieder mit Leben erfüllt. Im Wachauer Ortsteil werden sich auch etliche Rückkehrer aus den Altbundesländern niede
Auf dem Areal des ehemaligen Rittergutes in Seifersdorf werden in den nächsten Jahren 64 Wohneinheiten entstehen. Damit wird dieses Brachland wieder mit Leben erfüllt. Im Wachauer Ortsteil werden sich auch etliche Rückkehrer aus den Altbundesländern niede © [email protected]

Was bietet eine Gemeinde wie Wachau, was andere Kommunen in der Region nicht oder nur bedingt aufzuweisen haben? Abgesehen von der frischen Luft und der ländlichen Umgebung auf jeden Fall eine Menge Wohnperspektiven.

Darauf weist Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann immer wieder gerne hin. Seine Gemeinde rückt seit einigen Jahren zunehmend in den Blickpunkt von Menschen, insbesondere jungen Familien, die es in die vor den Toren Dresdens gelegene Kommune zieht. Die Nachfrage nach Bauland, nach Eigentumswohnungen, sie sei riesengroß, erzählt Künzelmann.

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Deutliches Anwachsen erwartet

Klar, dass das Thema „Wohnen“ auch eine Rolle in seiner Rede spielte, die er jüngst auf dem Neujahrsempfang im Seifersdorfer Schloss hielt. Auf Veranstaltungen dieser Art wird ja nicht nur das zurückliegende Jahr bilanziert, sind es doch vor allem Vorhaben und Pläne eines Gemeinwesens, die im Vordergrund stehen. Als Künzelmann darauf hinwies, dass in den nächsten Jahren 240 Wohneinheiten in seiner Gemeinde entstehen werden, sei das Feedback bei den zahlreichen Gästen, darunter auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmar, „sehr positiv“ gewesen, so der CDU-Politiker. Rund 4.300 Einwohner leben derzeit in der über 800 Jahre alten Gemeinde. Künzelmann ist zuversichtlich, dass „wir in den nächsten Jahren auf mehr als 5.000 Einwohner anwachsen“ werden.

Etliche ehemalige Lausitzer, die dem Freistaat einst den Rücken kehrten, vollziehen gegenwärtig einen Richtungswechsel. Gemessen am ostdeutschen Durchschnitt liegt die Zahl der Rückkehrer aus den westdeutschen Bundesländern in Sachsen besonders hoch. Was sicher auch mit den diversen Rückkehrer-Initativen zusammenhängt. Laut einer Langzeitstudie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig sind von den insgesamt 53.247 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die Sachsen zwischen 1999 und 2010 in Richtung Westen verlassen haben, inzwischen 5.401 wieder in ihr Heimatland zurückgegangen. Die Rückkehrerquote liegt mit rund 10,1 Prozent über dem Schnitt in allen fünf ostdeutschen Bundesländern (9,6 Prozent).

Zehn Jahre Kampf für Buslinie

Nach Auffassung von Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann wird sich diese Zuwanderung natürlich auf das Leben in der Gemeinde auswirken. „Wir müssen uns in vielen Bereichen ganz neu aufstellen“, meint er. Vor allem bei Kindergärten, Schulen und natürlich auch im öffentlicher Personennahverkehr. Da sei man schon in guten Gesprächen mit dem Landkreis, gebe es hoffnungsvolle Zeichen. 

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So werde demnächst die von Ottendorf nach Pulsnitz führende Buslinie wieder über Lomnitz führen. Dafür habe „ich zehn Jahre lang gekämpft“, so Künzelmann. Mit den Rückkehrern aus dem Westen, die sicher den Altersdurchschnitt in der Gemeinde senken werden, werde das Leben in Wachau „lebendiger“, so Künzelmann. Der darauf vertraut, dass mit den neuen Impulsen der Neu-Wachauer die Entwicklung der Gemeinde weiter vorangetrieben wird.

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