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Hausbrand in Zehren vermutlich durch technischen Defekt ausgelöst

Der Brand in Zehren am frühen Donnerstagmorgen ging mit großer Sicherheit nicht von einer Feuerstätte oder dem Schornstein aus. Meißens Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Kuntke hat jetzt versucht, den Brandablauf anhand von Ruß- und sonstigen Feuerspuren zu rekonstruieren.

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Von Peter Anderson

Der Brand in Zehren am frühen Donnerstagmorgen ging mit großer Sicherheit nicht von einer Feuerstätte oder dem Schornstein aus. Meißens Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Kuntke hat jetzt versucht, den Brandablauf anhand von Ruß- und sonstigen Feuerspuren zu rekonstruieren. Er habe dabei den kriminaltechnischen Dienst unterstützt, so Kuntke.

Ohne den Ergebnissen der Polizeiarbeit vorgreifen zu wollen, äußerte der Schornsteinfegermeister gestern gegenüber der SZ die begründete Vermutung, dass eine so genannte Single-Küche als Brandursache wahrscheinlich sei. Dabei handelt es sich um ein kombiniertes Küchengerät aus Herdplatten, Spüle und Kühlschrank. Die Rußspuren an dem Gerät wären typisch für ein sich von innen her ausbreitendes Feuer. Von außen übergreifende Flammen hätten andere Muster erzeugt.

Kuntke verwies im Zusammenhang mit dem Hausbrand von Zehren einmal mehr auf die lebensrettende Funktion von Rauchmeldern. „Wären Rauchmelder installiert gewesen, hätte der Brand vermutlich schneller entdeckt werden können.“ So brannte das alte Haus auf der Meißner Straße nahezu komplett aus. Die fünfköpfige Familie –eine Mutter, ihre zwei Töchter, der Lebensgefährte und das Enkelkind im Alter von vier Jahren Jahren – bemerkte gegen 1.30 Uhr selbst den Qualm und konnte sich aus ihrem Wohnhaus retten.

Das vierjährige Kind musste jedoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden. Im Haus befanden sich Medikamente, die es dringend braucht.