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Hausmeister bauen Holzskulpturen

Zwei Männer verschönern mit ihrer Handwerkskunst die Wohngebiete.

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Derzeit ist Hausmeister Karsten Heinz von der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) mit dem Rückschnitt von Bäumen und Gehölzen beschäftigt. Auf einen Teil des dabei anfallenden Holzes wartet bereits sein Freund und Kollege Lars Pfabe. Er stellt daraus Tier-skulpturen her, die in den Wohnanlagen ihre neuen Plätze finden.

„Die Zeit des Schnittes ist immer unsere Sammlerzeit, in der wir das nötige Holz gewinnen. In Gedanken bin ich aber schon bei den Sägearbeiten. Als nächstes werde ich eine Eule und zwei Igel gestalten“, sagt Hausmeister und Hobbykünstler Lars Pfabe.

Die nötigen Fertigkeiten zur Holzbearbeitung bringt der 31-Jährige aus seiner Lehrzeit bei den Awo-Jugendwerkstätten in Heidenau mit. Dort werden Spielgeräte aus Holz hergestellt. Nachdem er zusammen mit Karsten Heinz dort gearbeitet und unter anderem Spielplätze für die WGJ gebaut hat, übernahm die Genossenschaft die beiden engagierten jungen Männer. „Für uns sind sie eine große Hilfe. Da sich beide gut mit Spielgeräten auskennen und diese zum Teil selbst gebaut haben, übernehmen sie deren Wartung“, sagt ihre Chefin Christiane Nagel. Das Duo hat den richtigen Blick und repariert gleich, wenn etwas kaputt ist.

Sie erzählt, dass die zwei Kollegen ihre Holzarbeiten oft zusätzlich zur eigentlichen Hausmeistertätigkeit ausüben. Die Arbeit mache ihnen einfach Spaß und stecke gleichzeitig andere Mitarbeiter an. „Die beiden sind richtige Zugpferde und überall beliebt“, fügt sie hinzu. Vor allem die künstlerischen Arbeiten verlegt Lars Pfabe in seine Freizeit. Dann greift er zur elektrischen Säge und zur Flex. Damit zaubert er aus Baumstämmen ganz verschiedene Tiere. So sind in den Wohnanlagen der Wohnungsgenossenschaft vor allem in Striesen überall Bären, Fische und Vögel zu sehen.

„Wenn ich loslege, kann es schon mal laut werden. Besonders, wenn ich gleich vor Ort arbeite. So habe ich einmal aus zwei noch stehenden Baumstümpfen Fische gesägt, damit sie wieder schön aussehen. Den Mietern gefällt’s“, sagt er. Antje Beier