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Zittau

Mehr Lohn für Havlat-Mitarbeiter

Die Zittauer Präzisionstechnikfirma investiert kräftig - nicht nur in neue Maschinen. Außerdem winkt ein Preis.

Lars Friedrich, Geschäftsführer der Havlat Präzisionstechnik GmbH Zittau, vor einer der neuen Maschinen.
Lars Friedrich, Geschäftsführer der Havlat Präzisionstechnik GmbH Zittau, vor einer der neuen Maschinen. © Foto: Matthias Weber

Havlat hat es geschafft. Das Zittauer Unternehmen ist in die Vorauswahl für den "Großen Preis des Mittelstandes 2019" gekommen. Von den 5.399 in diesem Jahr vorgeschlagenen Unternehmen stehen nun 758 auf der Juryliste. Aus der Region Löbau-Zittau sind von insgesamt 34 nominierten Firmen vier ausgewählt worden. Eine ist die Havlat Präzisionstechnik GmbH. Es ist dabei das einzige Unternehmen, das in Zittau ansässig ist.

Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Denn die Zittauer Präzisionstechnikfirma investiert kräftig - in neue Maschinen und seine Mitarbeiter. Anfang April gab es für alle Mitarbeiter eine pauschale Lohnerhöhung, teilt Prokurist David Havlat, Sohn des Firmengründers Konrad Havlat, mit. Die Lohnkosten steigen damit um ein paar Hunderttausend Euro pro Jahr. Aber es ist aus Sicht der Firmenleitung gut investiertes Geld. Und es ist gut für das Lohnniveau einer gesamten Region. Über viele Jahre galt der Landkreis als Niedriglohngegend. Mit der Folge, dass Arbeitskräfte lieber in Bayern oder Baden-Württemberg arbeiten, weil sie dort mehr verdienen. Im Dreiländereck sorgt das zunehmend für einen Fachkräftemangel. Mit seiner Lohnerhöhung will Havlat auch dagegen etwas tun. "Wir suchen weiter nach neuen Mitarbeitern", erklärt David Havlat. Gerade in der Lehrausbildung gebe es noch einige freie Stellen. Das neue Lehrjahr startet bei Havlat am 15. August. Von "Deutschland Test" ist das Zittauer Unternehmen im Vorjahr zu einem der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands gekürt worden.

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Den Mitarbeitern und Lehrlingen wird auch einiges geboten. Seit Mitte 2018 zum Beispiel ein Prämiensystem. Bis zu 240 Euro können die Angestellten jeden Monat extra verdienen - wenn die Produktion entsprechend erfolgreich war. "Bis jetzt haben wir jeden Monat eine Prämienstufe erreicht", sagt David Havlat. Selbst die höchste Stufe von 240 Euro sei bereits einmal erreicht worden. Bisher hatte das Unternehmen das Extra-Geld den Mitarbeitern zusammen mit dem Lohn sowie über Tankgutscheine ausgezahlt. Aber bei den Tankgutscheinen sei die Firma immer an eine Gesellschaft gebunden gewesen. "Aber was ist mit denen, die kein Auto haben oder in Polen tanken gehen", meint David Havlat. 

Deshalb ist das Prämiensystem nun auf die Havlat MasterCard umgestellt worden. Bis zu einem Betrag von 40 Euro von der Gesamtprämie werden jeden Monat auf diese Karte gebucht. Diese funktioniert dann wie eine normale Kreditkarte. Die Mitarbeiter können mit ihr das eigene Fahrzeug auftanken - auch im Nachbarland - können im Großmarkt einkaufen oder mit der Familie essen gehen. Die Mitarbeiter können die Havlat MasterCard auch privat aufladen, sagt David Havlat. Der Vorteil gegenüber der MasterCard einer Bank - die Havlat-Karte kostet keine Gebühren.

Die größte Summe investiert Havlat aber in neue, moderne Produktionsanlagen. Bis 2021 sollen insgesamt 13,4 Millionen Euro dafür ausgegeben werden. "Die ersten Maschinen sind da", weist David Havlat hin. Dieses Jahr sollen noch weitere Maschinen folgen - eine für 2,2 Millionen, eine für 1,2 Millionen sowie eine dritte am Jahresende für 1,3 Millionen Euro. Mit den bisherigen Bestellungen hat die Präzisionstechnikfirma schon etwa gut die Hälfte der gesamten Investitionssumme abgedeckt.

Mit den neuen Maschinen und Anlagen will Havlat den höchsten Präzisionsanforderungen genügen. Mit den Investitionen soll gleichzeitig der Standort Zittau zukunftssicher gemacht und die Arbeitsplätze gesichert werden.

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