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Hebammen sind unentbehrlich!

SZ-Leser Wolfgang Schubert aus Kamenz schreibt zum Artikel über die Nöte freier Hebammen in Deutschland (SZ, 2. April) unter anderem: Seit Jahrtausenden begleiten Hebammen Schwangere bei der Geburt ihrer Kinder.

SZ-Leser Wolfgang Schubert aus Kamenz schreibt zum Artikel über die Nöte freier Hebammen in Deutschland (SZ, 2. April) unter anderem:

Seit Jahrtausenden begleiten Hebammen Schwangere bei der Geburt ihrer Kinder. Welchen Grund sollte es geben,

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diesen schönen Beruf aussterben zu lassen? Natürlich gibt es auch Situationen, in denen eine Hebamme mit ihren Möglichkeiten nicht helfen kann und die Mittel der modernen Medizin in Anspruch nehmen muss. Dort entsteht ein Risiko für Mutter und Kind. Selbstverständlich stehen diese Mittel in einem Krankenhaus schneller zur Verfügung als zu Hause. Das weiß jede Frau und jeder Mann. Unser Sohn hätte eine Hausgeburt nicht überlebt. Wer sich also für eine Hausgeburt entscheidet, muss dieses Risiko tragen. Die Misere des Hebammenstandes wird dadurch hervorgerufen,

dass viele Mütter zwar ihr Baby zu Hause bekommen möchten, aber wenn es zu unvorhergesehenen Situationen kommt,

die Hebamme für deren Ausgang verantwortlich machen. Die müssen sich dagegen versichern – mit den beschriebenen

Folgen.

Wenn ich in ein Krankenhaus gehe und an mir ein operativer Eingriff vorgenommen wird, werde ich mündlich und schriftlich über mögliche Folgen informiert und muss unterschreiben, dass ich darüber belehrt wurde und diese Folgen, sollten sie eintreten, in Kauf nehme. Tue ich das nicht, kann ich mein Täschchen nehmen und wieder gehen. Auch dafür trage ich die Folgen. Wird das bei den Hebammen anders gehandhabt? Wenn eine Schwangere darüber informiert worden ist, kann sie dann die Hebamme für Unvorhergesehenes verantwortlich machen? Warum muss sich die Hebamme dagegen versichern und nicht die Schwangere? Sie kennt doch das Risiko. Es ist in Deutschland leider schon zu einer regelrechten Kultur geworden, andere für die Folgen selbst getroffener

Entscheidungen verantwortlich zu machen. Solange das so bleibt, sind nicht nur die Hebammen in einer schwierigen Lage.