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Heidemüller empfängt jetzt Gäste

Manchmal sieht es hier aus wie in Venedig. Joachim Bürger sagt das mit einem Lächeln. Doch er meint es ernst. Denn das Areal der Heidemühle an der Prießnitz steht ab und zu unter Wasser. „Da reicht schon ein starker Regen im Schönfelder Hochland, und bei uns tritt die Prießnitz über die Ufer.

Manchmal sieht es hier aus wie in Venedig. Joachim Bürger sagt das mit einem Lächeln. Doch er meint es ernst. Denn das Areal der Heidemühle an der Prießnitz steht ab und zu unter Wasser. „Da reicht schon ein starker Regen im Schönfelder Hochland, und bei uns tritt die Prießnitz über die Ufer. Etliche Schäden hätten die Hochwasser schon angerichtet. „Vor rund anderthalb Jahren hat es uns ein Gebäude samt Kläranlage weggespült.“

Joachim Bürger ließ sich dennoch nicht entmutigen und reparierte die Schäden. Inzwischen ist an dem Fluss eine Ferienanlage entstanden, die das Flair einer Burg oder eines kleinen Schlosses hat. Vor allem das ehemalige Wohnhaus des Heidemüllers sieht täuschend echt nach Mittelalter aus. Die Mauern sind aus Naturstein, Fachwerk ist zu sehen, ein kleines Türmchen schmückt das Haus. „Vieles mussten wir austauschen, die meisten Balken waren morsch“, erzählt Joachim Bürger von den schwierigen Arbeiten.

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Betten aus Holzbohlen

Im ehemaligen Müller-Wohnhaus lässt der Eigentümer gerade vier Ferienwohnungen einrichten. Ein Teil der Wände ist ebenfalls unverputzt, viel Holz ist zu sehen, und in mehreren Zimmern gibt es Kamine. Möbel und Betten sind aus schweren massiven Holzbohlen gefertigt. „Die Eichenstämme kommen aus dem Erzgebirge. Ich habe sie zusägen lassen. Sie sind weitgehend unbehandelt. Ich finde, das schwere dicke Holz passt einfach in das Haus“, sagt Bürger. Genauso wie die großen Keilerköpfe, die in dem Haus zu finden sind. „Die habe ich im Internet ersteigert. Heide und Jagd, das gehört einfach zusammen.“ Das Gespür für die richtige Einrichtung bringt der Eigentümer durch seinen Beruf mit. In Wiesbaden hat er Design studiert und arbeitete unter anderem als Grafiker. Er kaufte das Gelände samt der Heidemühle vor mehr als zehn Jahren. Es ist ein Areal mit langer Geschichte.

Die erste Erwähnung der Heidemühle geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier eine Gastwirtschaft eingerichtet. Eine Blüte erlebte der Gasthof ab Ende des 19.Jahrhunderts. „An sonnigen Tagen war der Biergarten voll. Hunderte Ausflügler ließen es sich gut gehen. Davon gibt es alte Postkarten“, sagt Bürger. Zu DDR-Zeiten sei die Heidemühle dann Ferienobjekt des Braunkohlenkombinates Senftenberg gewesen. Nach der Wende verfiel das Areal zunehmend. Jetzt sollen in einigen Monaten wieder Feriengäste einziehen.

An den vier Ferienwohnungen gibt es jedoch noch viel zu tun. Es müssen Elektroleitungen gezogen oder Türen eingesetzt werden. „Die Ferienwohnungen habe ich schon mal ins Internet gestellt.“ Die Resonanz sei schon jetzt sehr gut.

Kaminbaude ist geöffnet

Die vier Appartements sind nur der erste Schritt bei der Umsetzung seines Konzeptes. „Wir bauen zurzeit auch ein kleines Nebengebäude aus, in das ebenfalls zum Teil Feriengäste einziehen sollen.“ Nächster dicker Brocken ist dann die Sanierung des ehemaligen Bettenhauses. „Das Haus hat zwar noch den typischen DDR-Charme. Aber mit einigen Veränderungen, wie anderen Fenstern und einer anderen Fassade, würde es schon ins Ensemble passen.“

Auch die ehemalige Gaststätte an der Radeberger Landstraße wartet noch auf einen Ausbau. „Das hat aber Zeit. Ausflügler können ja inzwischen in der Kaminbaude einkehren. Die ist das ganze Jahr geöffnet.“