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Heidenaus Ballproblem

Seit zwölf Jahren gibt es die Sporthalle an der Heidenauer Oberschule. Jetzt ist ein Problem aufgetaucht, von dem nur wenige glauben, dass es wirklich eines ist.

Beim Volleyball passiert es eher selten, doch ab und zu bleibt in der Turnhalle an der Heidenauer Oberschule ein Ball auf der Lampe liegen.
Beim Volleyball passiert es eher selten, doch ab und zu bleibt in der Turnhalle an der Heidenauer Oberschule ein Ball auf der Lampe liegen. © Marko Förster

Wo Ball gespielt wird, gehen auch mal Bälle verloren. Nicht richtig, aber sie bleiben auf den Lampen liegen. Das passiert nicht oft, es sind auch keine Mengen und Ball gespielt werden kann auch weiterhin. Trotzdem liegen die Bälle der AfD im Stadtrat so am Herzen, dass sie nun einen Antrag einbrachten. Demnach sollten die Lampen mit Gittern versehen werden, damit die hoch geschossenen Bälle keine Chance mehr haben, auf ihnen liegen zu bleiben. Auf das Problem sei AfD-Fraktionschef Daniel Barthel beim Tag der offenen Tür der Schule angesprochen worden. Zudem habe er solche hängenden Lampen wie in der Sporthalle noch nie gesehen. 

"Erstaunlich, dass das Problem jetzt auftaucht, nachdem es die Halle seit 2008 gibt", sagte Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Offenbar sei es ein Schönheitsproblem. Es gab bisher keine Auflagen, an den Lampen aus welchem Grund auch immer etwas zu ändern, ergänzte seine Stellvertreterin Marion Franz. Auch Sylvia Röder, die zuständige Amtsleiterin, sagte, was sie von dem Ballproblem hält. Man arbeite aktuell ab, wo es Auflagen gibt, und habe viele Investitionen zu betreuen, vom Gymnasium über die Grundschulen, das Kinder- und Jugendhaus und den Kitaneubau. 

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Unabsehbare Folgen

Dennoch befasste sich der Stadtrat ausführlich mit dem offensichtlichen Ballproblem. Opitz riet davon ab, da einfach so Gitter oder sonst was anzubringen. Das könnte ganz andere Folgen haben als ab und zu ein Ball, der da oben liegen bleibt, bis ihn der Hausmeister halbjährlich mit der Hebebühne wieder runterholt. 

Was, wenn zum Beispiel der Ball gegen das Gitter fliegt und das samt der Lampe runterfällt, fragte Opitz. "Da wird sich niemand finden, der dafür die Verantwortung übernimmt." Und selbst, wenn man an der Lampe was mache, müsse man sie dann rezertifizieren lassen. Stichwort TÜV und DIN-Vorschrift. Abgesehen davon, dass das alles viel teurer ist, als mal eine Weile auf ein paar Bälle zu verzichten, wovon die Schule übrigens genug habe. 

Norbert Bläsner (FDP) machte noch einen Kompromissvorschlag. Man könne ja den Hersteller der Lampen nach Alternativen fragen. Doch das muss die Heidenauer Stadtverwaltung nicht tun, weil der Antrag der AfD  mehrheitlich abgelehnt wurde. 

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