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Erst umgezogen, dann abgebrannt

Viele kleine Firmen verloren beim Brand vor knapp einer Woche in Heidenau alles. Michael Maaz ist einer von ihnen. Die Ursache ist immer noch unklar.

Michael Maaz steht vor den Trümmern seiner Existenz.
Michael Maaz steht vor den Trümmern seiner Existenz. © Marko Förster

Sechs Tage nach dem Großfeuer in Heidenau sind die Brandortuntersuchungen beendet. Was den Brand am frühen Donnerstag vergangener Woche ausgelöst hat, ist noch immer unklar. Die in den vergangenen Tagen auch mit Absicherung durch das Technische Hilfswerk mühsam gesicherten Spuren werden jetzt ausgewertet. Dass im Prinzip nicht viel übrig geblieben ist von den rund 10.000 Quadratmetern in vier Hallen erschwert die Ermittlungen. Nach wie vor werde alles betrachtet, das heißt eine Brandstiftung ebenso wie ein technischer Defekt. 

Für Michael Maaz macht es auf den ersten Blick keinen Unterschied: Es ist alles weg von seiner Eventverleih-Firma. Rund 5.000 Artikel hatte er in der gemieteten Halle gelagert. Von Tischen und Stühlen über Zelte, Hüpfburgen bis zu Dekomaterial. Eben alles was man für eine große Feier, eine Messe oder Kulturveranstaltung, privat oder öffentlich braucht.  Maaz schätzt den Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro. 

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Trotz allem soll es weitergehen

Der 32-Jährige ist seit sieben Jahren in der Firma, hat sie inzwischen übernommen. Doch erst Mitte März ist er mit dem Lager umgezogen. Nur rund einen Kilometer entfernt hatte er bisher seinen Standort. "Hätte ich das gewusst", sagt er, "aber das bringt mich jetzt auch nicht weiter."

Nur eines ist klar: "Auf jeden Fall geht es weiter", sagt Maaz. Er will auch künftig mit allen Eventpartnern zusammenarbeiten. Die Branche liegt zwar zurzeit am Boden. Die letzten Veranstaltungen, die Maaz und seine zwei Mitarbeiter gestalteten, waren kleine Firmenfeiern. Im März ging es dann mit den Ausfällen los und nun der Totalausfall. 

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Als sein Vermieter ihn am vergangenen Donnerstagvormittag anrief, fuhr Michael Maaz sofort nach Heidenau auf die Breitscheidstraße. Er wollte sehen, ob es stimmt. Und wie es stimmte. Es hat nicht einfach nur gebrannt, sondern es ist alles weg. Nicht nur bei Maaz, auch bei den anderen  Firmen auf dem Gelände. Der Gesamtschaden geht in die Millionen. Die Feuerwehr war noch tagelang immer wieder vor Ort, weil sich Glutnester entzündeten. Der Rauch und Qualm des Großbrandes zog bis nach Dresden, wo die Luftmessstationen erhöhte Werte anzeigten. 

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