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Heidenaus unbeachtete Jubiläen

Der kleinste Stadtteil und die ganze Stadt könnten dieses Jahr groß rauskommen. Und es gibt noch mehr Anlässe. Doch nur wenige werden gefeiert.

Klein und alt: Heidenaus Stadtteil Wölkau.
Klein und alt: Heidenaus Stadtteil Wölkau. © Marko Förster

Stell dir vor, du hast Geburtstag und keiner nimmt ihn zur Kenntnis. So muss sich Wölkau fühlen. Da wohnen zwar auf gerade mal 39 Hektar nur rund 100 Leute, aber immerhin ist der Heidenauer Stadtteil dieses Jahr mindestens 600 Jahre alt.  Die erste urkundliche Erwähnung stammt nämlich von 1420. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Doch es nicht der einzige, der wohl dieses Jahr ungefeiert vorbeigeht. 

So hat auch Heidenau als Stadt dieses Jahr einen runden Geburtstag. Mit ihren 100 Jahren ist sie zwar recht jung, doch es war eben erst 1920, als sich  Mügeln, Heidenau und Gommern zusammenschließen. Am 1. April übrigens. Es bleibt also noch etwas Zeit, eine zumindest kleine Feier vorzubereiten. Mügeln ist der älteste Teil. Er tauchte urkundlich erstmals 1347 auf, Heidenau folgte zwei Jahre später. 1412 betrat Großsedlitz die historische Bühne.  Kleinsedlitz ist mit seinen 519 Jahren der jüngste Heidenauer Teil. Wölkau hätte dieses Jahr noch eine zweite Chance zum Feiern. Am 1. Juli 1950 kam es zu Heidenau. 

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Zum Kreis der hundertjährigen Heidenauer gehören dieses Jahr auch das Gymnasium und die katholische Kirche.  Die damalige Schule an der Hauptstraße erhielt ebenfalls am 1. April 1920 den Namen Pestalozzi, den sie  bis heute trägt. Eingeweiht worden war die Schule im August 1902.  Die Sankt Georg-Pfarrgemeinde wurde im Oktober 1920 selbstständig. Diese Zeit war im September 2018 zu Ende. Der gesamte Ex-Kreis Sächsische Schweiz wurde zu einer Pfarrei. Die Stelle des langjährigen Heidenauer Pfarrers Peter Opitz wurde nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand nicht mehr besetzt. Ungeachtet dessen gibt es dieses Jahr noch einen weiteren feierlichen Anlass für die Heidenauer Katholiken, 80 Jahre Orgelweihe. 

Ein besonders sportliches Jahr war 1975. Da bekam Heidenau die Wilhelm-Pieck-Sporthalle, das ist die auf der Ernst-Schneller-Straße an der Gleißberg-Grundschule, sowie die Vier-Bahnen-Kegelbahn. Beide gibt es jetzt also 45 Jahre. 

Der 1995 neu gestaltete Spielplatz  am  Gumpertplatz bekommt zu seinem Geburtstag ein Geschenk: Er wird dieses Jahr umgestaltet.  Und wenn am ersten Adventswochenende wieder Weihnachtsmarkt ist, hat auch der eine Geschichte mit gleich zwei runden Jubiläen. 1990 fand Heidenaus erster  Weihnachtsmarkt statt, damals noch auf dem Rathausvorplatz. 2000 wurde er erstmals auf an der neugestalteten Ernst-Thälmann-Straße aufgebaut, seit 2006 auf dem Marktplatz.

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Wölkau ist der kleinste Teil von Heidenau. Das hält seine Einwohner nicht davon ab, ihn zu mögen und wichtig zu machen.

Einer der jüngeren Jubilare 2020 ist mit seinen 25 Jahren der Städtepartnerschaftsverein, der sich das Feiern nicht nehmen lässt. Genau wie der Regenbogen-Kindergarten auf der Fröbelstraße. Der feiert zwar "nur" seinen 25. Geburtstag unter dem Dach der Johanniter, aber  das mit einem Frühlingsfest und einem ersten Instrument im Klanggarten. Dabei ist der Kindergarten der älteste der Stadt. Der Chefarzt  des Johanniter-Krankenhauses veranlasste 1905 die Eröffnung einer "Kinderverwahranstalt". In dem Haus, in dem sich heute noch der kleine Kindergarten für 36 Mädchen und Jungen befindet.

Weitere Heidenauer Jubiläen in diesem Jahr

26. April 1910: Gewerbeanmeldung Möbelhaus Bastian 

28. Juli 1910: Übergabe der neuen Bahnunterführung in Mügeln

25. Oktober 1945: Gründung der Volkssolidarität Sachsen in Heidenau

3. Oktober 1990: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) in Troisdorf

27. Mai 2005: Eröffnung der neuen Bibliothek im Brunneneck

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