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Heidenauer Real wird Kaufland

Damit hat das lange Bangen ein Ende. Doch eine Entscheidung steht noch aus.

Statt Real soll in Heidenau künftig Kaufland am Gebäude stehen.
Statt Real soll in Heidenau künftig Kaufland am Gebäude stehen. © Daniel Förster

++ 15.10 Uhr: Erste Reaktionen von Heidenauern auf den geplanten Wechsel von Real zu Kaufland sind weitgehend positiv. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Der Erhalt der Einkaufsmöglichkeit und der Arbeitsplätze. Letzteres ist auch für die Stadt Heidenau ein wichtiges Argument, sagt Marion Franz, die stellvertretende Bürgermeisterin. Außerdem ist mit der Übernahme, wenn sie vom Bundeskartellamt genehmigt wird, die Sorge um ein leerstehendes Gebäude vom Tisch.  

++ 13.50 Uhr: Bereits vor sechs Jahren wollte Real den Heidenauer Markt um- und ausbauen. Die Baugenehmigung dafür wurde damals erteilt und inzwischen verlängert. Abgesehen von den Plänen weist der Markt inzwischen etlichen Sanierungs- und Renovierungsbedarf auf. Der Markt wurde 1996 als Wertkauf eröffnet, später übernahm Walmart. Real ist seit 2007 in Heidenau.

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++ 11.53 Uhr: Kaufland selbst äußert sich aktuell nicht zu einzelnen Standorten. Damit bleibt auch offen, ob neben Heidenau auch Bannewitz zu den gewünschten Märkten gehört. Man begründet das Schweigen mit der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Erst müssen die kartellrechtlichen Prüfungen abgeschlossen sein, sagt die Kaufland-Unternehmenskommunikation. Kaufland ist an einer „hohen zweistelligen Anzahl von Real-Märkten“ interessiert und hat die Übernahme beim Bundeskartellamt angemeldet.

++ 11.25 Uhr: Bei dem geplanten Wechsel zu Kaufland soll es für die bisherigen Real-Mitarbeiter einen möglichst hohen Schutz geben. Das heißt, Kaufland übernimmt die bestehenden Arbeitsverhältnisse. Bei dem geplanten Wechsel zu Kaufland soll es für die bisherigen Real-Mitarbeiter einen möglichst hohen Schutz geben. Das heißt, Kaufland übernimmt die bestehenden Arbeitsverhältnisse. Dazu ist ein Erwerber nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch grundsätzlich verpflichtet. Kündigungen sollen vermieden werden.

Erst waren es Gerüchte, dann dauerten die Verhandlungen Monate, nun ist es Gewissheit: Aus dem Heidenauer Real soll Kaufland werden. Am Freitag erhielten Geschäftsleitung und Betriebsrat die Information.

Es ist die Rede, dass der Übergang schon im Oktober erfolgen soll. Ob es tatsächlich so schnell geht, ist fraglich. Vorher ist nämlich noch eine Hürde zu nehmen: die Genehmigung des Bundeskartellamtes. Immerhin gäbe es dann im Bereich von rund 15 Kilometern gleich viermal Kaufland - zweimal in Pirna, einmal im Kaufpark Nickern und eben in Heidenau. Auch in Dippoldiswalde und Dresden-Reick ist Kaufland bereits vertreten.

Zu weiteren Bedingungen und Optionen für den geplanten Übergang äußert sich bisher niemand. Offen ist aktuell noch, was mit dem zweiten Real-Markt im Landkreis, dem in Bannewitz, wird. 

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