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Heidenau will die S 172 zweispurig

Weniger Spuren, mehr Platz für Rad- und Fußwege. Doch manches spricht dagegen.

Von Heike Sabel

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Aus dem B für Bundesstraße ist ein S für Staatsstraße geworden. Das ändert zwar noch nichts an der Straße und dem Verkehr auf der einstigen B 172, doch Heidenau hat einige Ideen. Die Herabstufung der Straße ist nun wieder einmal Anlass, sie ins Gespräch zu bringen. Vor allem will Heidenau eine Reduzierung der vier Spuren auf zwei, um durchgängig beidseitig Fuß- und Radwege bauen zu können. Was spricht dafür und was dagegen?

Für die Zweispurigkeit: Tempo 50

und einheitlicher Verkehrsfluss

Auf der S 172 durch Heidenau gelten seit vergangenem Jahr durchgängig 50 km/h. Der letzte Abschnitt, auf dem Tempo 60 gefahren werden durfte, war der vierspurige zwischen Realmarkt und Erlichtmühlenkreuzung. Nach mehreren Unfällen kam dann fast über Nacht

Hinzu kommen komplizierte Kreuzungen an der Erlichtmühle und an der Gabelsbergerstraße. An der Erlichtmühle wurde bereits eine separate Ampel für Linksabbieger ins Müglitztal installiert. Das entkrampft die Situation etwas. Die Ampel an der Gabelsbergerst

Die Stadt hat bereits im vorigen Jahr Zählungen an Knotenpunkten der B 172 in Auftrag gegeben. Damit will sie planerisch in Vorleistung gehen, um das Landesamt von ihrer Idee zu überzeugen. Sobald Ergebnisse vorliegen, will man mit dem Verkehrsamt reden,

Gegen die Zweispurigkeit: Abstufung ändert an Verkehrsdichte nichts

Die Abstufung von der Bundes- zur Staatsstraße ist das eine, sagt das Landesamt, der tatsächliche Verkehr das andere. Die Autobahn wurde gebaut, um den überregionalen Verkehr zu verlagern. Damit habe die S 172 keine überregionale Bedeutung mehr, deshalb die Abstufung. „Unabhängig davon hat sich die Verkehrsbelegung der Straße durch die Abstufung natürlich nicht verändert“, sagt Amtssprecher Peter Welp. Das sei der Grund, weshalb ein Rückbau zu einer zweispurigen Straße abgelehnt werde. Der Anbau von Geh- und Radwegen liege in der Entscheidung der Stadt und sei davon unabhängig. Doch die Stadt will Teile der Straße für die Wege nutzen.

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