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Heilenergie erobert den Hauptmarkt

Die Großenhainerin Katrin Schünemann und Erich Rentz aus Frankfurt/Main wollen die Stadt zum Zentrum für seelische Gesundheit machen.

Katrin Schünemann und Erich Rentz bauen in Großenhain ein Zentrum für heilenergetische Kommunikation auf.
Katrin Schünemann und Erich Rentz bauen in Großenhain ein Zentrum für heilenergetische Kommunikation auf. © Anne Hübschmann

Großenhain. Katrin Schünemann ist ein Großenhainer Kind. Sie lernte Industriekauffrau, betrieb ab 2004 einen Hundesalon mit Tierheilpraxis in der Gutenbergstraße und ging später nach Berlin. Die heute 37-Jährige spürte in sich schon immer eine Gabe: hellseherische Fähigkeiten. Sie habe bereits als Kind Einbrüche im Neckermann-Shop ihrer Eltern an der Amalienstraße vorhergesehen, erzählt sie. Auch hätte sie eine Vorahnung zum bevorstehenden Tod ihres geliebten Hundes Sissi gehabt. 

So übte sich Katrin Schünemann im Kartenlegen und besuchte Familienaufstellungen. In der Schweiz lernte sie Franziska Huber und ihr "Theta-reading" kennen. Mit Hilfe dieser alternativen Heilmethode "können wir auf genetischer, historischer und seelischer Ebene Glaubenssätze ändern, die wir entweder selbst gestaltet haben oder von außen auferlegt bekamen", heißt es. "Die Psychotherapie hat manchmal Probleme, diese Blockaden zu finden oder, wenn entdeckt, aufzulösen. Mit Theta-healing kann man solche Glaubenssätze transformieren und mit neuen positiven Glaubenssätzen austauschen." Katrin Schünemann war davon so begeistert, dass sie sich in Kursen ausbilden ließ. Die Schulmedizin lehnt diese Heilmethode freilich als unwissenschaftlich und nicht bewiesen ab. 

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Doch die Großenhainerin hat damit ihre Bestimmung gefunden. Heute verdient Katrin Schünemann als freie Therapeutin mit "Theta-reading" ihr Geld. Über ihre Webseite fand auch Erich Rentz zu der Energetikerin. Der 61-jährige Frankfurt/Mainer hatte nach eigener Auskunft schwere Krankheiten. "Ich habe Heilung gesucht, die meisten Therapien hatte ich schon hinter mir", so der Marketingspezialist. Katrin Schünemann konnte ihm helfen - am Telefon. Denn ihre heilenergetische Arbeit kann direkten Kontakt entbehren. "Wir haben viel telefoniert und uns auf Anhieb gut verstanden", sagt Erich Rentz.  Auch er sei ein spiritueller Mensch. "Ich hab´s bei anderen schon immer gesehen, nur bei mir selbst nicht", meint der Neu-Großenhainer. 

Das Zentrum der Welt

Während Katrin Schünemann mit ihrem kleinen Sohn seit drei Jahren wieder in Großenhain lebt, ist der Frankfurt/Mainer gerade erst in die Kleinstadt gezogen. Von der Mainmetropole in die sächsische Provinz? Für Erich Rentz ist das kein Abstieg. "Großenhain ist genauso gut wie München oder Frankfurt", sagt er geradezu. Und bringt zum Vergleich das Kaff Wacken in Schleswig-Holstein an. "Wenn dort alljährlich das Wacken Open Air stattfindet, ist es für die Heavy Metal-Fans das Zentrum der Welt." 

Eine beschauliche Kleinstadt sei für das, was Katrin Schünemann und Erich Rentz vorhaben, sehr gut geeignet. "Hier ist es ruhiger, energetisch wertvoller", so die Therapeutin, die Klienten im In- und Ausland betreut. Katrin Schünemann wohnt und praktiziert am Hauptmarkt 2. Hier hängt neuerdings auch ein Schild "Aymbolik - Zentrum für heilenergetische Kommunikation". Diese Idee haben die beiden während der Corona-Zeit in die Tat umgesetzt. Das Zentrum soll eine Orientierung im Dschungel der Alternativmedizin bieten. "Es gibt auch hier schwarze Schafe", meint Erich Rentz. Die beiden wollen helfen, dass Interessenten den für sie passenden geistigen Heiler oder Therapeuten finden. 

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Der Name Aymbolik spielt dabei aufs Englische an und bedeutet so viel wie: Ich bin die Symbolik: Ein Symbol für unausgesprochene Probleme in der Familie. Für Blockaden der eigenen Seelenfrequenz. Für Katrin Schünemann und Erich Rentz ist die Zeit reif für eine  umfassende heilenergetische Wandlung. Sie glauben daran, dass Großenhain mit diesem Thema ein Anziehungspunkt werden kann. "Gäste von überall her könnten in die Stadt kommen, um hier Seminare zu besuchen - das hilft der Wirtschaft". Rentz hat sich als Werbefachmann bereits an Citymanager Alexander Ehrke gewandt. Er will ihn mit seinem Wissen unterstützen und Mitglied in der Fördergemeinschaft "Großenhain aktiv" werden. Für ihr Zentrum planen Rentz und Schünemann demnächst einen Infoabend.

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