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Heim für psychisch Kranke: Ende 2004 ist Baubeginn

Endlich herrscht Klarheit über die geplante Wohnstätte für chronische psychisch Kranke am Holzmarkt. Die langwierigen Verhandlungen zwischen Caritas Sozialwerk und Freistaat waren erfolgreich, Baubeginn ist Ende 2004.

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Von Heiko Engel

Das Dresdener Caritas-Sozialwerk finanziere die Wohnstätte vor, die Fördermittel vom Freistaat seien im Doppelhaushalt für 2005/2006 enthalten, sagte Sozialwerk-Geschäftsführer Peter Leuwer auf Anfrage der SZ. Weil jetzt die Finanzierung geklärt sei, könne Ende 2004 mit Bau begonnen werden. Der Verband hatte die Arbeiten an dem Neubau eigentlich schon dieses Jahr in Auftrag geben wollen, langwierige Verhandlungen mit der Landesregierung um die Finanzierung verhinderten das.

Den Zuschlag für die Wohnstätte erhielt das Caritas-Sozialwerk bereits Ende des Jahres 2000 vom Bautzener Kreistag. In der Hoffnung, das neue Gebäude womöglich schon zur 1000-Jahrfeier in Betrieb nehmen zu können, begannen die Planungen. Ein Jahr später drehte sich auf dem Holzmarkt noch immer kein Kran, der Wohnstätte drohte die Verschiebung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Caritas-Mann Leuwer wollte das nicht hinnehmen. „Das Projekt liegt baureif in der Schublade.“ Die neuen Plätze würden gebraucht, weil die Betriebsgenehmigung für das Heim bei Weißenberg in bald auslaufe.

Der Geschäftsführer machte Druck beim Sozialministerium, drohte mit dem Ende des Projekts. „Sollte eine Klärung der investiven Förderung bis 2005 nicht möglich sein, wäre abzustimmen, ob das Projekt überhaupt noch weiter zu verfolgen ist“, schrieb er dem Ministerium. Leuwer wollte einfach nicht bis in alle Ewigkeit auf eine Entscheidung warten.

Der Freistaat unterstützt das zwei Millionen Euro teure Bauprojekt mit über 1,6 Millionen Euro, die restlichen 400 000 Euro muss das Caritas Sozialwerk aufbringen. In der Wohnstätte sollen 32 psychisch kranke Menschen untergebracht werden. „Der Neubau ist notwendig“, sagte Wendelin Bresan, Bereichsleiter beim Caritas-Sozialwerk. Für diese Menschen sei es wichtig, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Zurzeit lebten Heimbewohner aus Bautzen weit weg von zu Hause in Gröditz bei Weißenberg.