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Heimatfest bietet Spaß zum kleinen Preis

Den Slogan, familienfreundlich zu sein, nehmen die Lückendorfer sehr ernst. Dafür braucht es aber auch die Hilfe aller.

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Von Jan Lange

Während es bei anderen Sommer- oder Dorffesten überhaupt keinen Umzug gibt, leisten sich die Lückendorfer gleich zwei. Traditionell wird das Heimatfest, zu dem die Einwohner des kleinen Gebirgsortes an diesem Wochenende wieder einladen, mit einem großen Umzug vom Kurhaus zum Festplatz eröffnet. Und zum Abschluss jedes Heimatfestes gibt es einen Lampion- und Fackelumzug, bei dem vor allem der Nachwuchs voll auf seine Kosten kommt.

Nirgendwo anders können die Kinder so preiswert Spaß haben wie beim Lückendorfer Heimatfest. Luftschaukel- oder Karussellfahren kostet hier gerade mal zehn Cent, wie Michael Scholze vom Organisationsteam erklärt. An den Preisen hält der Heimatbund als Veranstalter seit Jahren fest. Und auch wenn ringsherum alles immer teurer wird, beim 46. Heimatfest bleibt alles beim Alten. Die Lückendorfer nehmen den Slogan, familienfreundlich zu sein, eben ernst.

Bei einem familienfreundlichen Programm darf der Spaß für die Erwachsenen natürlich auch nicht fehlen. Die Großen können bei Wettbewerben wie dem Kegeln der Gebirgsgemeinden, dem Bergtauziehen oder dem Adlerschießen ihre Kräfte messen. Tradition wird aber auch bei den musikalischen Gästen groß geschrieben – ebenso wie Heimatverbundenheit. Deshalb darf der Auftritt der Weißbachtaler Musikanten nicht fehlen. Nicht das erste Mal in Lückendorf zu Gast sind auch die Original Elbländer Blasmusikanten. Dass es die Kapelle immer wieder ins Zittauer Gebirge zieht, hängt mit einem ihrer Mitglieder zusammen. Robert Wintzen, der von Anfang an bei den Elbländern mitspielt, stammt aus Lückendorf.

Wer nun denkt, dass es nichts Neues beim Lückendorfer Heimatfest gibt, der liegt falsch. Neu ist zum Beispiel das Stück der Laienspielgruppe unter Leitung von Ingrid Weidner. Es trägt den Titel „Dorfbraasch“ und wird am Sonnabend um 15.30 Uhr aufgeführt. Im Jahr 2010 hatte die Truppe mit dem Stück „Das Wunderwasser“ eine Laienspieltradition wiederaufleben lassen, die es bereits vor Jahrzehnten in dem kleinen Gebirgsort gab. Seitdem wird jedes Jahr ein Stück gespielt. Dies wäre ohne die Spielfreude der Mitglieder gar nicht denkbar.

Wie auch das Lückendorfer Heimatfest ohne seine zahlreichen Helfer nicht denkbar wäre. Mehr als 200 Einwohner packen vor und während des dreitägigen Spektakels mit an.