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Heimatfreunde erkunden den Staupen

Siegfried Reimer führte Heimatfreunde durch den Staupen und erklärt einmalige, historische und 3500 Jahre alte Zeitzeugen der Geschichte, die etwa 70 Generationen überdauerte. Der Staupen trägt vermutlich...

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Von Wilrun Wagner

Siegfried Reimer führte Heimatfreunde durch den Staupen und erklärt einmalige, historische und 3500 Jahre alte Zeitzeugen der Geschichte, die etwa 70 Generationen überdauerte. Der Staupen trägt vermutlich die größte Ringwallanlage Sachsens auf einer Fläche von 16 Hektar, deren Geschichte bis in die Bronzezeit zurückreicht. „Der Ringwall begeistert mich immer wieder und wäre es wert, erforscht zu werden“, so Reimer. Er hat sich immerhin bei zwölf Autoren in der Literatur kundig gemacht, wobei er betonte, dass alle nur Vermutungen über dieses geschichtsträchtige Gebiet wiedergeben können. Unklar sei, ob jemals gemauerte Bauten auf dem Staupen standen, aber es sei zu vermuten. Immerhin fand in Kriegszeiten das wehrlose Volk mit dem Vieh im dichten Wald Unterschlupf. Vermutlich haben Slawen und Germanen dort gelebt. Auch die nahe Furt am Spitzstein dürfte als Handelsweg eine Rolle gespielt haben. Es könnten sogar Markt und Handel stattgefunden haben. Ein ganzes Wegstück legten die Heimatfreunde auf dem Ringwall zurück, um durch das Nordtor die Anlage zu verlassen.

Vom Staupen gibt es viele Sagen. Reimer zeigte die Stellen, an denen sie spielten. Die bekannteste sei die vom Ritter Georg, der den Drachen besiegt hat. Diese Geschichte sei übrigens auch in der Albrechtsburg Meißen dargestellt. Auch soll der Sage nach noch heute ein Schatz auf dem Staupen verborgen sein.