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Heimatgeschichte zum Anfassen

Das Dorfmuseum in Littdorf hat wieder geöffnet und wird dank des Einsatzes des Heimatvereins Stück für Stück erweitert.

Von Frank Klinger

Das kleine Dorfmuseum in Littdorf und die alte Schmiede sind wieder für die Besucher geöffnet. Am Sonnabend war der Saisonauftakt. Die beiden Gebäude können bis Oktober jeden zweiten Sonnabend von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Das dritte Gebäude, die Scheune hinter dem ehemaligen Wohnhaus, können die Gäste auf Wunsch auch betreten. „Wir haben damit begonnen, die Scheune zu beräumen und zeigen dort landwirtschaftliche Geräte“, erklärte Klaus Grünert, der Vorsitzende des Heimatvereins. Dort steht auch die Dreschmaschine. „Die müssen wir noch gangbar machen, zum Schauschmieden im September soll sie dann laufen“, erklärte er. Aber im Moment fehlt auch noch ein Stromanschluss in der Scheune. „Aber wir haben jetzt eine Elektriker im Verein, der darf solche Arbeiten ausführen.“

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Die zurzeit 16 Mitglieder des Vereins treffen sich jeden Mittwoch, um die anstehenden Arbeiten an und in den Gebäuden Stück für Stück zu erledigen. „Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten“, sagte der Vereinschef. Als nächstes Projekt ist der Giebel der Scheune an der Reihe, der dem Verein schon lange Sorgen macht.

Am Sonnabend kamen die Hausherren jedoch nicht zum Arbeiten. Sie führten Gäste durch die beiden Etagen des Museums und durch die Schmiede. Fast schon Stammgast ist Gerti Kühne aus Niederstriegis, die in der Schlafstube lachend die Nachtwäsche begutachtete. „So etwas haben wir früher schon nicht mehr getragen“, meinte sie amüsiert. „Aber solche Wärmflaschen habe ich auch zu Hause.“

Zum ersten Mal betrat am Sonnabend der Freiberger Professor Christian Wegerdt die Museumsräume. Er erzählte, dass er als Kind in den 40er Jahren oft bei seiner Großmutter in Littdorf zu Besuch war. Er konnte noch mit vielen Namen ehemaliger Littdorfer aufwarten.