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Heine-Schule wird wieder ein Schmuckstück

Ein dreiviertel Jahr wurde hinter verschlossenen Türen beraten, was die Gerüchteküche im Cunewalder Tal zum Brodeln brachte. Nun ist es offiziell: Das ältere Gebäude der ehemaligen Heine-Schule an der Hauptstraße, das der Gemeinde gehört, wird dieses Jahr saniert.

Von Rica Sturm

Ein dreiviertel Jahr wurde hinter verschlossenen Türen beraten, was die Gerüchteküche im Cunewalder Tal zum Brodeln brachte. Nun ist es offiziell: Das ältere Gebäude der ehemaligen Heine-Schule an der Hauptstraße, das der Gemeinde gehört, wird dieses Jahr saniert. Rund 700 000 Euro wird das Vorhaben kosten. Teilweise sind Fördermittel für das Projekt schon bewilligt, teilweise will die Kommune noch Zuschüsse beantragen.

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Bis auf die äußere Hülle der Schule wird in dem 1890 erbauten Gebäude alles verändert. Denn die Gemeinde möchte die frühere Lerneinrichtung in ein schmuckes Geschäftshaus mit Fahrstuhl verwandeln. Mögliche Mieter wären ein Hausarzt, eine Zahnärztin, eine Physiotherapie-Praxis, eine Fahrschule, eine Versicherungsagentur sowie ein Brennstoffhandel. „Zurzeit laufen die Absprachen zur Raumaufteilung und -gestaltung“, sagt Bürgermeister Thomas Martolock. Sind diese abgeschlossen, kann der beauftragte Architekt die Vorstellungen der künftigen Mieter auf Papier bringen. In der März-Sitzung des Technischen Ausschusses wird die so genannte Entwurfsplanung erstmals öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Voraussichtlich im Juli dieses Jahres soll der Umbau der Heine-Schule beginnen. Zehn Monate Bauzeit sind geplant. Trotz der hohen Sanierungskosten verteidigt der Bürgermeister das Vorhaben. Am Gebäude müsse dringend etwas getan werden, wenn es nicht zerfallen soll, argumentiert er. „Außerdem werden die Mieten künftig kostendeckend sein. Wir werden sie nicht subventionieren“, kündigt Martolock an.

Bis zur Eröffnung der Polenzschule im Jahr 1982 war in der Heine-Schule die Polytechnische Oberschule untergebracht. Danach zog die LPG mit ihren Büros ein. Auch Mietwohnungen entstanden darin. In den 90er Jahren erwarb die Volksbank das um 1920 erbaute jüngere Gebäude und sanierte es. Für das ältere zweite Haus fand die Kommune bislang keinen Käufer, so dass sie die Klassenzimmer preiswert an Existenzgründer und kleine Firmen aus dem Ort als Büros vermietete. Seit dem Auszug der Schule ist an der Bausubstanz nichts getan worden. „Die Gemeinde hat nach der Wende nur einen Heizölkessel eingebaut“, sagt Thomas Martolock.