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Helfer beim Tag der Sachsen

Zwei Großenhainer werden gute Geister bei der größten Sachsenfete an der Elbe. Auch die Röderstadt kam nicht ohne aus.

Andreas Mißbach (58) will am ersten Septemberwochenende in Riesa zum guten Gelingen beitragen.
Andreas Mißbach (58) will am ersten Septemberwochenende in Riesa zum guten Gelingen beitragen. © Anne Hübschmann

Großenhain/Riesa. Drei Wochenendtage im Schichtsystem, mindestens acht Stunden Dienst am Stück – das erwartet Andreas Mißbach und Domenique Bischof am ersten Septemberwochenende. Freiwillig tun die Beiden sich das an. Sie haben sich als Helfer beim Tag der Sachsen in Riesa beworben. Hunderte werden für das größte Fest im Freistaat gebraucht.

Schon 2014 beim Tag der Sachsen in ihrer Heimatstadt Großenhain hatten sich Beide beworben. Andreas Mißbach konnte aus gesundheitlichen Gründen damals nicht. Domenique Bischof betreute die Bühne der Blaulichtmeile an der Bahnhofsstraße mit und war an einem Parkplatz im Einsatz. 

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„Ich war Teil des Geschehens, aber zuviel war hier nicht los, das war erträglich“, sagt die ledige junge Mutter einer siebenjährigen Tochter. Sie arbeitet als Krippenerzieherin in Dresden, ist also Trubel gewöhnt. „Ich denke, auch in Riesa wird es Spaß machen, ich bin ja flexibel, hab mich für zwei Tage mit Übernachtung beworben“, sagt die sympathische Großenhainerin. Ihre Tochter ist in der Zeit beim Papa.

Auch Domenique Bischof (29) wird in Riesa als Helferin aktiv sein.
Auch Domenique Bischof (29) wird in Riesa als Helferin aktiv sein. © Kristin Richter

Domenique Bischof hat sich für den Tag der Sachsen in Riesa entschieden, weil es in der Nähe ist. Und weil sie heimlich hofft, wieder bei der Bühnenbetreuung eingesetzt zu werden. „Da ist was los, das ist unterhaltsam“, meint sie. Sie sei gern unter Leuten, auch wenn es viele sind, mache ihr das nichts aus. Deshalb geht Domenique gern zu großen Festen. 

Ihre Freundinnen hat die Großenhainerin auch versucht, als Helfer zu animieren. „Aber die haben alle Familie, die vertragen nicht so viel Action wie ich“, schmunzelt die Krippenerzieherin. Auf Abwechslung hofft auch Andreas Mißbach. Der Alleinstehende hatte Krebs, ist jetzt EU-Rentner. Er komme sonst nicht so viel raus, so Mißbach. Vom Angebot zum Tag der Sachsen las er in der Zeitung. 

„Ich will mich nicht hängen lassen, deshalb habe ich einen Antrag ausgefüllt“, sagt der Großenhainer. Es machte ihn traurig, dass er damals 2014 nicht dabei sein konnte. „Aber ich will mich nützlich machen, könnte Straßendienste, Aufsicht oder die Unterstützung des Festumzuges anbieten“, meint Andreas Mißbach.

Er hat sich fürs ganze Wochenende beim Projektteam der FVG registrieren lassen. Seine Anreise will er mit Bus oder Zug hinbekommen. Und auch Mißbach fragte bei seinen Kumpels nach, ob die nicht Lust hätten, auch Helfer beim Sachsentag zu werden. „Aber da kam leider nichts“.

Allerdings gibt es für die Helfer bei der Sachsenfete eine tägliche Aufwandsentschädigung. Auch eine Helferkleidung und die offizielle Teilnahme am Fest sind für sie gesichert. „Wir stellen einen kostenfreien Helferparkplatz zur Verfügung und bieten einen exklusiven Blick hinter die Kulissen einer Großveranstaltung“, sagt Michelle Mehnert vom Projektbüro in Riesa. Es gibt erst 100 Meldungen, 400 werden insgesamt gebraucht. Die Anmeldefrist wurde bis zum 20. August verlängert.

Unterlagen unter www.tagdersachsen 2019.de

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