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Döbeln

Helferin mit viel Herz

Seit mehr als 35 Jahren ist Heike Dutscho als Freiwillige für das DRK im Einsatz: bei Bränden, Evakuierungen und im Dynamo-Stadion.

Heike Dutscho wird für ihre ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet.
Heike Dutscho wird für ihre ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet. © Lutz Weidler

Döbeln/Etzdorf. „Ich wollte schon immer Menschen helfen“, sagt Heike Dutscho. Angefangen habe das schon in der Schulzeit, als sie als „Junge Sanitäterin“ die Grundlagen der Ersten Hilfe lernte. Nach der Schule trat die heute 48-Jährige dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) bei, um sich auch dort als Freiwillige in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Seit einem Vierteljahrhundert ist die Etzdorferin nun auch schon in der Katastrophenschutztruppe des Landkreises aktiv.

Damit gehört sie zu den 47 ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren und des DRK aus der Region Döbeln, die am Freitagabend im Döbelner Hotel „Weiße Taube“ für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt worden sind. Davon sind acht Feuerwehrleute bereits seit 60 Jahren dabei, neun seit einem halben Jahrhundert. Diese Ehrungen hat der Landkreises Mittelsachsen selbst übernommen. Das Engagement für 25, 40 und 50 Jahre aktiver Mitgliedschaft wird vom Freistaat Sachsen ausgezeichnet.

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Zuerst im DRK-Ortsverein Etzdorf, jetzt im Ortsverein Striegistal ist die 48-Jährige als ehrenamtliche Helferin aktiv. Jeden zweiten Dienstag im Monat trifft sie sich mit ihren 17 Mitstreitern. „Wir haben dann Schulungsabende und halten uns in Sachen Erste Hilfe auf dem dem neuesten Stand“, erzählt Heike Dutscho. 

Regelmäßig fährt sie zudem zu Einsätzen mit, bei denen das DRK Helfer benötigt. „Zum Beispiel haben wir bei der großen Evakuierung im vergangenen Jahr in Dresden geholfen, als knapp 16.000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Aber auch bei dem schlimmen Brand in dem Frankenberger Seniorenheim im März dieses Jahres waren wir dabei und haben geholfen, die älteren Menschen zu versorgen“, erzählt die Helferin.

Aufregend und spannend seien auch immer wieder die Einsätze bei Fußballspielen von Dynamo Dresden. „Wenn das DRK für die Heimspiele noch Unterstützung braucht, bin ich immer wieder gern dabei“, sagt sie. Dabei hat die engagierte Etzdorferin als Pflegerin in der ambulanten Altenpflege ohnehin schon einen anstrengenden Vollzeitjob.

Und mit ihrer Leidenschaft für die ehrenamtliche Arbeit hat sie mittlerweile ihre ganze Familie angesteckt. „Meinen Mann konnte ich vor 18 schon zum Mitmachen überzeugen. Meine beiden mittlerweile erwachsenen Töchter sind auch dabei“, berichtet sie stolz. Und auch die achtjährige Enkelin folgt der Oma in die Fußstapfen: „Sie ist beim Jugend-Rot-Kreuz in Marbach.“

Insgesamt werden in diesem Jahr knapp 300 Männer und Frauen aus dem gesamten Landkreis für ihre langjährige Mitgliedschaft in den Freiwilligen Feuerwehren sowie beim DRK und der Johanniter-Unfallhilfe ausgezeichnet. Die nächsten Ehrungen finden Ende November in Freiberg und in Claußnitz statt.