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Hellerauerin entwirft Filztäschchen

Simone Galonska macht aus Wolle Stulpen, Taschen und Tücher. Ihre Filzseife hat sie sich als Patent schützen lassen.

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Von Tobias Winzer

Simone Galonska geht zum Filzen in den Keller. Im Untergeschoss ihres Hauses in der Hellerauer Gartensiedlung hat sie sich eine Filzwerkstatt eingerichtet. In den Regalen stapelt sich die Wolle. Am liebsten benutzt Galonska die vom Merino-Schaf aus Australien. „Die habe ich in allen verfügbaren Farben da“, sagt die 46-Jährige. Auf dem Arbeitstisch in der Mitte des Kellerraums verarbeitet sie die Wolle zu Stulpen, Taschen und Tüchern.

Ihr Verkaufsschlager sind jedoch umfilzte Seifen. Die Filzseifen werden wie eine handelsübliche Seife benutzt, regen durch ihre Filzhaut beim Waschen die Durchblutung an. Außerdem werden so schmutzige Hände schneller sauber. Galonska befilzt die Seifen mit Mustern und gibt ihnen einen Filz-Henkel. „So können sie aufgehängt werden und besser trocknen.“

Die Idee mit dem Henkel hat sich Galonska mittlerweile patentieren lassen. Sie will so vermeiden, dass Konkurrenten die gewinnbringende Idee kopieren. 300 bis 500 Filzseifen produziert Galonska pro Jahr. Sie verkauft sie auf Märkten in der Umgebung. Vor allem zu Weihnachten läuft das Geschäft. „Da stoße ich an meine Grenzen“, sagt Galonska.

Die Arbeit mit Filz will sie aber nicht mehr missen. Vor 15 Jahren schmiss sie ihren Job als Bauingenieurin. Nach der Geburt ihres Sohnes machte sie bei einem Kreativwochenende mit und fand so zum Filzen. Die Ideen gehen ihr seitdem nicht aus. „Ich kann das locker noch 30 Jahre lang machen“, sagt Galonska.

www.dresden-hellerau/filz