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Helmut Herzog ist tot

Kreiswanderwegewart Helmut Herzog hat seinen letzten Gang angetreten. Sonntagnacht verstarb der 76-Jährige nach langer Krankheit in seinem Haus in Oelsa. Im Ort und in der Stadt Rabenau löste Herzogs Tod tiefe Betroffenheit aus.

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Von Jörg Stock

Kreiswanderwegewart Helmut Herzog hat seinen letzten Gang angetreten. Sonntagnacht verstarb der 76-Jährige nach langer Krankheit in seinem Haus in Oelsa.

Im Ort und in der Stadt Rabenau löste Herzogs Tod tiefe Betroffenheit aus. Der Stadtrat hielt zu seiner Sitzung am Montag spontan eine Gedenkminute für Herzog ab, der bis 2004 Mitglied des Gremiums gewesen war. Rabenaus stellvertretender Bürgermeister Hans Derr (Freie Wähler) würdigte Helmut Herzog gegenüber SZ als Persönlichkeit, die an der Geschichte Oelsas maßgeblich mitgeschrieben habe. Mit viel Energie habe sich Herzog für das Wanderwegenetz und die ordnungsgemäße Beschilderung der Routen eingesetzt. „Wie groß der Verlust ist, werden wir wohl erst in den nächsten Jahren merken“, sagte Derr.

Helmut Herzog wurde 1929 in Oelsa geboren. Als Malermeister führte er zusammen mit seinem Bruder das väterliche Geschäft weiter und ging 1997 in den Ruhestand. Bereits vor der Wende engagierte sich Helmut Herzog für Naturschutz und Wanderwesen rund um Rabenau und in der Dippser Heide. Später sorgte er als Kreiswanderwegewart für den ständigen Ausbau des Wegenetzes, besonders in der Dippser Heide. Dazu fertigte er zahllose Schilder an, die er selbst aufstellte und regelmäßig inspizierte. Wer dieses Erbe nun antreten soll, ist bislang völlig offen.