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Herber Schlag in Wurgwitz

2006 war wieder ein bewegtes Jahr für Freital. Was werten Sie als den größten Erfolg? Der größte Erfolg war, dass wir unseren Jahresplan für 2006 erfolgreich umsetzen konnten. Wir haben unsere Haushaltssatzung mit Leben erfüllt und alle Maßnahmen abgearbeitet, die wir uns vorgenommen haben.

2006 war wieder ein bewegtes Jahr für Freital. Was werten Sie als den größten Erfolg?

Der größte Erfolg war, dass wir unseren Jahresplan für 2006 erfolgreich umsetzen konnten. Wir haben unsere Haushaltssatzung mit Leben erfüllt und alle Maßnahmen abgearbeitet, die wir uns vorgenommen haben. Mit der Umgehungsstraße ist unser größtes Projekt fertig geworden. Wir haben viel in Schulen investiert. So konnten wir die Sportanlage an der Glück-Auf-Grundschule fertigstellen. Dank der Fördermittel des Freistaates konnten wir in mehreren Kindereinrichtungen sogar zusätzlich Sanierungs-Maßnahmen anschieben. Auch in die Vereinsförderung und die Feuerwehren haben wir viel investiert. Eigentlich sollten der Stadtrat, die Bürger und der Oberbürgermeister mit dem ablaufenden Jahr zufrieden sein.

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Wo Licht ist, gibt‘s auch Schatten. Welches war der größte Tiefschlag?

Traurig waren wir, als wir den Schließungsbescheid für die Mittelschule Freital-Wurgwitz vom Kultusministerium bekommen haben. Das war ein herber Schlag. Ich kann auch die Schüler, Eltern und die Lehrerschaft verstehen, dass sie sehr verärgert waren.

Selbst Landespolitiker wie der FDP-Landtagsabgeordnete Zastrow versuchen, eine Eingemeindung von Freital nach Dresden ins Gespräch zu bringen. Wie sehen Sie solche Vorstöße?

Bei solchen Politikern bin ich schon überrascht, was sie für eine Dynamik entwickeln. Wahrscheinlich ist bei Herrn Zastrow das Telefon noch nicht erfunden. Sonst hätte er ja als ehrenwerter Politiker den Oberbürgermeister mal angerufen und über das Thema gesprochen. Einen Schlagabtausch nur über die Presse finde ich an der Sache vorbei. Ich hätte Herrn Zastrow erwidert, dass wir keinen Gesprächsbedarf in diesem Punkt sehen.

Die Stadt hat noch keinen Haushalt für 2007 beschlossen. Wann soll er stehen?

Laut Gemeindeordnung sollen wir ihn zwar bis Jahresende beschließen. Wir werden ihn aber erst am 11. Januar beschließen, falls der Stadtrat unserer Vorlage folgt. Dann haben wir wenigstens Haushaltsdaten, die stabil sind. Damit schließen wir zu optimistische Annahmen aus. In der Kämmerei unter Führung von Herrn Funk ist ein ordentliches Papier erarbeitet worden, mit dem wir 2007 eine solide Grundlage haben werden.

Was sind die größten Vorhaben fürs kommende Jahr?

Als Erstes ist das der ehrgeizige Plan, einen Kindergarten am Waldblick neu zu bauen. Ganz wichtig ist auch die Komplett-Sanierung der Burgwartstraße. Mehrere Sanierungs-Projekte wollen wir an Schulen umsetzen, so an der Ludwig-Richter- und der Glück-Auf-Schule sowie der Grundschule Poisental. Auch im Sportbereich sind einige Wünsche berücksichtigt worden. Insgesamt ist es ein guter Haushaltsplan. Wir investieren in unsere Kinder und damit in die Zukunft.

Die Umgehungsstraße ist fertig. Wie geht es mit der Verkehrsberuhigung der Dresdner Straße weiter?

Wir sollten nicht in Hektik verfallen und Maßnahmen umsetzen, bevor wir nicht alles genau untersucht haben. Die Verkehrsströme werden sich jetzt neu ordnen. Das werden wir uns gut anschauen. Etappenweise werden wir, beginnend in Potschappel, Schritt für Schritt bis Hainsberg Maßnahmen einleiten. Damit soll die Attraktivität der Dresdner Straße verbessert werden. Das heißt für mich, den ruhenden Verkehr zu ermöglichen, Radwege zu gestalten und vor allen Dingen etwas Grün auf die Dresdner Straße zu bringen. Wir sollten die Dresdner Straße aber auch nicht totberuhigen. Wir müssen den Spagat zwischen einer Verkehrs- und einer Einkaufsstraße bewältigen. Ich wünsche mir, dass wir nicht zu viele Schnellschüsse machen, die wir hinterher wieder bereuen. Deshalb werden wir die Händler und Gewerbetreibenden einbeziehen.

Sehen Sie perspektivisch die Chance, ein Stadtzentrum für Freital auszubauen?

Ich habe große Probleme, ein neues Stadtzentrum in Freital zu schaffen. Das war der Wunsch der Stadtväter seit der Stadtgründung 1921, der aber nie umgesetzt wurde. Dabei waren die Bedingungen früher wesentlich besser und die Gestaltungsmöglichkeiten größer.

Was wünschen Sie sich persönlich fürs neue Jahr?

Zuerst Gesundheit und Kraft, um die Aufgaben zu lösen. Natürlichwünsche ich mir auch Fairness, Ehrlichkeit und Offenheit in der Arbeit, Transparenz gegenüber der Bevölkerung und eine gute Zusammenarbeit mit dem Stadtrat.

Das Gespräch führte Peter Hilbert