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Herbergseltern treffen sich auf dem Pfarrhof Skassa

Ehepaar Zenker wird diesen Samstag aus dem Dienst als Herbergseltern verabschiedet.

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Von Steffen Göpfert

Diesen Samstag werden sich die Herbergseltern des ökumenischen Pilgerwegs auf dem Pfarrhof Skassa zu ihrem jährlichen Begegnungstag treffen. Der Pilgerweg, der vor elf Jahren von Esther Zeiher initiiert wurde und mittlerweile von einem Verein mitgetragen wird, ist der am besten organisierte und ausgebaute Pilgerweg, der in Deutschland existiert. Das ist nur möglich durch die ständige Bereitschaft und Leidenschaft der Pilgerherbergseltern und der Wegbetreuer. Die Pilger, die meist in Görlitz mit ihrem Weg beginnen, können sich darauf verlassen, dass es immer eine Pilgerherberge in Reichweite und einen gut markierten Weg gibt. In alter christlicher Tradition haben sich Menschen am Weg bereiterklärt, Pilger aufzunehmen. Die Herbergen stehen meist ganzjährig offen und bieten einfaches Nachtlager. Die klassische Pilgersaison beginnt meist zu Ostern und endet am Reformationstag.

Der Pilgerweg orientiert sich am historischen Verlauf der Via Regia und knüpft an die Geschichte der Pilger an. Nach Santiago de Compostela weist die gelbe Muschel auf blauem Grund und dient somit als Markierung des 450 Kilometer langen Weges von Görlitz bis Vacha. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2003 ist der Pilgerweg zu einem lebendigen Begegnungsraum gewachsen, der von den Weggemeinden mitgestaltet wird. So öffnet sich eine Perspektive des Verstehens über Grenzen hinweg. Von Anfang an waren das Ehepaar Elsbeth und Theodor Zenker als Herbergseltern in Großenhain aktiv. Nun werden sie am Samstagnachmittag in der Dorfkirche Skassa von ihren „Kollegen“ im Rahmen des Reisesegens verabschiedet. Sie gehen in den Pilgereltern-Ruhestand. Da sie auch in Zukunft über der Pilgerherberge wohnen, wird aber sicher noch der ein oder andere Pilger einen liebevollen Blick und ein gutes Wort von Zenkers zu hören bekommen. Wer bei der Verabschiedung und dem Reisesegen dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen, am 8. März um 15.30 Uhr in die Dorfkirche Skassa zu kommen.