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Herrnhuter Geld für Flüchtlingslager

Die Missionshilfe hat in Afrika ein Kinderzentrum aufgebaut – auch dank der Kirchenkollekte.

© dpa

Von Anja Beutler

Um Kindern eines riesigen Flüchtlingscamps im afrikanischen Malawi etwas Gutes zu tun, hat die Herrnhuter Missionshilfe jetzt ein Kinderzentrum fertiggestellt. Rund 80 000 Euro sind in diese Einrichtung vor allem aus Mitteln der Herrnhuter Missionshilfe geflossen, die auch die Gottesdienstbesucher in Herrnhut und den anderen Gemeinden in Deutschland und der Schweiz gespendet haben. „Im vergangenen Jahr haben wir konkret für dieses Kinderzentrum in Gottesdiensten gesammelt“, bestätigt Andreas Tasche von der Herrnhuter Missionshilfe. Viele Gelder sind zudem als direkte Spende von Mitgliedern oder Unterstützern eingegangen.

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Mit diesem Zentrum in dem 30 000 Menschen großen UNHCR-Flüchtlingscamp wollen die Herrnhuter die Lebensbedingungen vor Ort verbessern. „Wir hoffen, dass die Menschen durch solche Unterstützung davon abgehalten werden, nach Europa weiterzureisen“, sagt Tasche. Man leiste so einen Beitrag zur so oft eingeforderten „Bekämpfung der Fluchtursachen“. In Malawi fliehen die Menschen vor allem vor Krieg und Hunger im eigenen Land in große Camps.

Unter den 30 000 Flüchtlingen befinden sich auch 150 Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine, erklärt Tasche. Sie hätten von sich aus 2015 die Arbeit mit den Kindern angefangen und über das Uno-Flüchtlingshilfswerk weitere Kontakte nach außen geknüpft. Den kleinen Kindern werde sinnvolle Beschäftigung geboten, mit ihnen gespielt und Geschichten aus der Bibel vorgelesen. Das Malawi-Kinderzentrum versteht die Missionshilfe als Startpunkt für weitere Projekte. So gäbe es beispielsweise auch in der Demokratischen Republik Kongo Bedarf, schildert Tasche. (SZ/abl)