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Herrnhuter Sterne brauchen mehr Platz

Das Unternehmen stockt nicht nur das Manufaktur-Gebäude auf, sondern plant auch eine neue Halle. Noch fehlt hier aber das entscheidende "Ja".

Von Anja Beutler
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Sterne-Sprecherin Jacqueline Schröpel zeigt auf dem Plan, wie die neue große Halle einmal neben der bestehenden aussehen soll.
Sterne-Sprecherin Jacqueline Schröpel zeigt auf dem Plan, wie die neue große Halle einmal neben der bestehenden aussehen soll. © Matthias Weber/photoweber.de

Wer rasch wächst, braucht irgendwann neue Kleider - so geht es im übertragenen Sinn auch der Herrnhuter Sternemanufaktur. "Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer ein Stück weiterentwickelt: die Entdeckerwelt kam hinzu, die Produktion der Mini-Sterne, Kooperationen mit dem Erzgebirge und auch das Dekostübchen", zählt Manufaktur-Sprecherin Jacqueline Schröpel Beispiele auf. Auch der generelle Sterne-Absatz ist kontinuierlich gestiegen - rund 650.000 Sterne in allen Farben und Größen werden pro Jahr aktuell verkauft. Rund 140 Mitarbeiter sind derzeit für das Unternehmen tätig. Kein Wunder also, dass der Lagerplatz nicht mehr ausreicht - und auch weitere Produktions- und Büroräume nötig sind.

Einen großen Schritt vorankommen will die Herrnhuter Sterne GmbH mit einem Hallenneubau. Der wird aber nicht bei der Manufaktur liegen, sondern an der Löbauer Straße, gegenüber vom Netto-Markt, wo bereits eine große Halle der Herrnhuter steht. Einst standen dort Gewächshäuser, die sind inzwischen aber abgerissen, die Fläche ist plan gemacht. "Noch fehlt uns die Baugenehmigung", betont Sprecherin Schröpel. Sie hofft, dass das grüne Licht der Behörden rechtzeitig kommt, damit Ende August mit den Arbeiten begonnen werden kann. Wenn alles nach Plan läuft, soll die neue Halle nach einem Jahr Bauzeit stehen. "Wir haben uns mit dem Entwurf bewusst an das Umfeld angepasst", betont Frau Schröpel.

Rechts neben der bereits bestehenden Halle der Herrnhuter Sterne - auf der hellen Sandfläche im Hintergrund - ist eine weitere Lager- und Produktionshalle geplant.
Rechts neben der bereits bestehenden Halle der Herrnhuter Sterne - auf der hellen Sandfläche im Hintergrund - ist eine weitere Lager- und Produktionshalle geplant. © Matthias Weber/photoweber.de

In der Tat ist die 50 mal 30 Meter große Halle, die nahe an der bestehenden gebaut wird, deutlich niedriger als die bislang bestehende. Sie wird auch solide mit Beton gebaut und nicht als Fertigteilhalle. Von der Straße aus ist sie kaum zu sehen, denn Privathäuser verdecken den Blick. In der Halle soll zum einen Lagerfläche entstehen, zum anderen sollen hier aber auch mindestens sechs Arbeitsplätze eingerichtet werden, heißt es. Zwischen den beiden Hallen wird eine Überdachung dafür sorgen, dass man trocken von einer in die andere kommt.

An anderer Stelle sind die Bauarbeiter bereits zu Gange: "Wir setzen auf das Manufakturgebäude teilweise noch ein Stockwerk auf", erklärt die Sprecherin. 180 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche werden dadurch entstehen - nötig, um alle Mitarbeiter der Verwaltung, die zusammengehören, auch an einem Ort unterzubringen. "Denn natürlich wächst mit einer steigenden Produktion und neuen Aufgabenfeldern auch die Verwaltung", erklärt Frau Schröpel. Zudem wird zwischen dem Haupthaus der Manufaktur und dem rechts daneben befindlichen Produktionsgebäude eine Überdachung errichtet. "Wir hoffen, dass bis Ende August diese Arbeiten abgeschlossen sind", betont die Sprecherin.

Auf der Sterne-Manufaktur an der Oderwitzer Straße wird derzeit aufgestockt.
Auf der Sterne-Manufaktur an der Oderwitzer Straße wird derzeit aufgestockt. © Matthias Weber/photoweber.de

Insgesamt kommt durch den langsam erwachenden Tourismus auch wieder bei den Herrnhuter Sternen mehr Leben in die Manufaktur. Um mehr Platz zu haben, werden bei schönem Wetter die Basteleien auch unter freiem Himmel angeboten statt in der Werkstatt der Entdeckerwelt, in der nur sehr wenige Personen zugelassen werden dürfen. "Es geht wieder los", betont Jacqueline Schröpel mit Blick auf die verstärkte Ausrichtung des Unternehmens im Event- und Tourismus-Bereich. Auch wenn es im Vergleich zu "normalen Zeiten" eben doch deutlich weniger Betrieb sei.

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