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Hier entstehen 35 moderne Wohnungen

Eine Unternehmensgruppe lässt das ehemalige Landratsamt in Pirna umbauen. Wer dort einziehen möchte, muss sich beeilen.

Das alte Landratsamt an der Zehistaer Straße wird umgebaut.
Das alte Landratsamt an der Zehistaer Straße wird umgebaut. © Daniel Schäfer

Wohnen, wo einst der Landrat residierte? Das ist künftig an der Zehistaer Straße 9 in Pirna möglich. Das ehemalige Landratsamt wird derzeit saniert und zu Wohnungen ausgebaut.

Bereits im Frühjahr 2017 hat eine Unternehmensgruppe aus Dresden das Gebäude mit Areal erworben. Die Sanierungsarbeiten begannen in diesem Frühjahr.

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Insgesamt entstehen in dem Altbau 35 Mietwohnungen in einer Größe von 61 bis 112 Quadratmeter. Das bestätigt ein Unternehmenssprecher auf SZ-Anfrage. Die Wohnungen erhalten einen Balkon und werden mit einer hochwertigen Ausstattung versehen, so der Sprecher weiter. Das Außengelände soll begrünt und gestaltet werden. Vorgesehen ist, dass die Mieter das Areal - bis auf die fünf Gartenwohnungen mit Sondernutzungsrecht - gemeinschaftlich nutzen. Parkplatzprobleme dürfte es nicht geben, denn zu jeder Wohnung gehört ein Stellplatz.

Der Erstbezug soll bereits zum Jahresende erfolgen. Die Kaltmiete beträgt pro Quadratmeter 7,80 Euro.

Wer hier wohnen möchte, sollte sich beeilen. „Ein Großteil der Wohnungen ist bereits vermietet. Und es gibt weitere Interessenten aus Pirna und der Umgebung“, informiert der Unternehmenssprecher. Die Dresdner Firma investiert rund zwölf Millionen Euro in das Projekt.

Außerdem entsteht auf dem Gelände ein Neubau mit insgesamt sieben Mietwohnungen. Die Kaltmiete dort liegt bei circa acht Euro pro Quadratmeter. Der Rohbau steht schon. Voraussichtlich ziehen die ersten Mieter im Frühjahr 2020 ein. Die Zufahrt zu den Gebäuden erfolgt sowohl von hinten von der Gottleubatalseite als auch von der Zehistaer Straße.

Warum das Engagement in Pirna? „Pirna ist eine wunderschöne Stadt an der Elbe mit einer sehr guten Infrastruktur“, schwärmt der Dresdner Unternehmer.

Das Gebäude des Landratsamts an der Zehistaer Straße blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ende Juli 1864 erfolgte die Einweihung als Bezirksarmenanstalt. Zu dieser gehörte auch das 1909/10 errichtete Bezirkssiechenhaus, das spätere Haus A, in dem der Landrat sein Büro hatte. Im 1. und 2. Weltkrieg diente die Anstalt auch als Lazarett. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Haus A nur noch kurze Zeit als Betreuungseinrichtung genutzt. 

Anfang des Jahres 1950 zog das Landratsamt des Kreises Pirna ein. Seitdem hatten Institutionen der Bezirks- bzw. Landkreisverwaltung dort ihren Sitz. Bis zum Dezember 2011, dem Umzug des Landratsamtes in das sanierte Schloss Sonnenstein. 

Die landkreiseigene Gesellschaft GVS mbH nahm mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen das Haus Ende 2015 als Unterkunft wieder in Betrieb. Mit der Rückgabe des Gebäudes an den Landkreis wurde die Nutzung im Dezember 2016 eingestellt. Ein Jahr später fasste der Kreistag den Beschluss zum Verkauf.

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