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Bautzen

Hier entstehen neue Jobs

In Bautzens Industriegebieten tut sich was. Einige Firmen wachsen – und auch ein neues Unternehmen siedelt sich an.

Das IC Team will sich im Industriegebiet Salzenforst vergrößern. Das Unternehmen ist nicht das einzige, das in Bautzen neue Arbeitsplätze schafft.
Das IC Team will sich im Industriegebiet Salzenforst vergrößern. Das Unternehmen ist nicht das einzige, das in Bautzen neue Arbeitsplätze schafft. © Steffen Unger

Bautzen. Es sind fast keine freien Gewerbeflächen mehr vorhanden in Bautzen. Wenige unverkaufte Flächen, so erklärt Alexander Scharfenberg, Wirtschaftsförderer der Stadt, gibt es nur noch im Industriegebiet Bautzen-Nord, im Gewerbegebiet Bautzen-Ost und eines im Industriegebiet Salzenforst. Und für alle gebe es bereits Gespräche mit Interessenten. Für einige Grundstücke hat der Stadtrat gerade erst den Verkauf beschlossen.

Neue Firma kommt nach Salzenforst

Im Industriegebiet Salzenforst wird sich eine neue Firma ansiedeln. Bautzens Stadträte stimmten einem Verkauf der Fläche von mehr als 47.000 Quadratmetern, also fast fünf Hektar, an die Firma Prosperplast Deutschland GmbH zu. Über 300.000 Euro soll das Unternehmen dafür zahlen. Schrittweise will Prosperplast hier 80 neue Jobs schaffen.

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Das Familienunternehmen hat seinen Sitz im polnischen Rybarzowice und ist auch in Wolnzach in Bayern ansässig. Das Unternehmen produziert Kunststoffwaren im Bereich der Haus- und Gartenartikel oder auch Stadionsessel. Im Baumarkt finden Kunden zum Beispiel Plastik-Blumentöpfe, Gießkannen, Werkzeugkästen oder Plaste-Schlitten von Prosperplast. In Salzenforst will die Firma nach Angaben der Stadt ein Montage- und Kommissionierungszentrum bauen. 2022 soll es in Betrieb gehen.

IC Team baut Standort aus

Nicht neu ist die Firma IC Team Management Consulting GmbH in Salzenforst. Das Unternehmen hat bereits ein Grundstück in dem Industriegebiet und bietet dort Stahlbaufirmen seine Dienstleistungen an, wie Oberflächenbeschichtungen oder Industrielackierungen. Dazu gehören zum Beispiel auch Sandstrahltechnik, Korrosionsschutz, Industrie- und Brandschutzanstriche oder auch die Sanierung von Beton und die Aufbereitung von Fahrzeugen.

Da sich das Auftragsvolumen steigerte, so erklärt die Stadt, will die Firma nun ausbauen – und braucht dafür Flächen für einen Hallenneubau und Lagerraum. Diese Fläche will das Unternehmen jetzt von der Stadt kaufen. Bautzens Stadträte haben auch diesem Verkauf von knapp 22.000 Quadratmetern zugestimmt, dafür soll das Unternehmen etwas mehr als 150.000 Euro hinlegen. Am Standort plant die Firma, eine Million Euro zu investieren – auch hier sollen neue Jobs entstehen. Allerdings in kleinerem Umfang als bei Prosperplast: Fünf bis sechs Dauerarbeitsplätze will das IC Team schaffen.

Hentschke baut ein Logistikzentrum

Auch im Industriegebiet Nord tut sich etwas. Gleich zwei Grundstücke will dort die Firma Hentschke Invest I GmbH kaufen. Ein Grundstück mit einer Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern soll für etwa 134.000 Euro über den Tisch gehen – das Bautzener Unternehmen will dort eine Lager- und Logistikhalle errichten. Diese soll später vermietet werden. Etwa 20 bis 50 Arbeitsplätze, so geht es aus der Stadtratsbeschlussvorlage hervor, sollen langfristig geschaffen werden.

Auch für die zweite Fläche mit etwa 13.500 Quadratmetern, die nun für fast 90.000 Euro ihren Besitzer wechseln soll, hat Hentschke bereits konkrete Pläne. Dort will das Bauunternehmen ein Bildungszentrum für die betriebseigene Lehrlingsausbildung – nah am Produktionsstandort – einrichten. Ziel sei es, so die Stadt, die Zahl der Auszubildenden von derzeit 15 auf 25 pro Jahr zu erhöhen. Auch Fortbildungen sollen möglich werden, zudem sollen die Räumlichkeiten auch für die überbetriebliche Ausbildung für Baugeräteführer zur Verfügung gestellt werden.

Auch woanders brummt die Wirtschaft

Nicht nur auf den Flächen, deren Verkauf jetzt auf den Weg gebracht wurde, wächst Bautzens Wirtschaft. Auch an anderer Stelle tut sich etwas. So hat der Kabelveredler Ionisos im Gewerbegebiet Salzenforst Großes vor, will eine 2.000 Quadratmeter große Halle für eine neue Maschine errichten. Und die DRS-Rohrwerke, die ebenfalls in Salzenforst ansässig sind, wachsen ebenfalls. Die Firma, die Kunststoffleitungen für die Bauindustrie herstellt, hat im vergangenen Jahr eine 10.000 Quadratmeter große Lagerfläche geschaffen – eine noch größere entsteht gerade.

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Und noch ein Grundstück hat die Stadt bereits verkauft: an die Firma Autoteile Gocht, die ihren Firmensitz von Malschwitz nach Bautzen verlegen will, um Platz für einen Onlinehandel mit Fahrzeugteilen zu schaffen. Auch hier wird investiert: Etwa eine Million will die Firma in die Hand nehmen, etwa 20 neue Mitarbeiter sollen langfristig eingestellt werden.

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