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Zum Geschehen am 13. und 14. Februar: Nicht nur gedenken, Widerstand leisten Der 13. Februar 2009 war für mich ein Tag der Trauer und des Zornes. Trauer über die Opfer des mörderischen Angriffes, Zorn...

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Zum Geschehen am 13. und 14. Februar:

Nicht nur gedenken, Widerstand leisten

Der 13. Februar 2009 war für mich ein Tag der Trauer und des Zornes. Trauer über die Opfer des mörderischen Angriffes, Zorn auf Leute, die diese Trauer in Aggressivität ummünzen wollen und Zorn auch darüber, dass sich die Gegenwehr in einzelne Strömungen zersplittert. CDU und FDP wollten still gedenken. Die bundesdeutsche, braun eingefärbte, sich in Dresden am 14. Februar erschreckend präsentierende Realität zwingt uns aber, es nicht beim Gedenken zu belassen, sondern Widerstand zu leisten. Was muss noch geschehen, damit enges Parteidenken überwunden wird und ein breites Bündnis aller Parteien, Gemeinschaften und Gruppierungen zustande kommt?

Hans Heinicke, per E-Mail

Zu „Kleineren Hotels droht die Pleite“:

Arbeitsplätze im Hotelgewerbe verhindert

In Berlin wird florierender Hotelneubau als Indiz für eine attraktive Stadt mit Potenzial gewertet. In Dresden hört man wieder mal die Heulsusen. Die größten davon saßen in der DWT im Aufsichtsrat und haben es über Jahre geschafft, neue Arbeitsplätze im Hotelgewerbe zu verhindern. Ihre eigenen Hotels billig am Stadtrand mitten in Wohngebieten gebaut, haben sie dort wie ein Krebsgeschwür die Lebensqualität mit ihren unzähligen Bussen, lärmenden Gästen und lauten Feiern zerstört. Durch neue hochwertige Hotels im Zentrum können jetzt die Wohngebiete wieder an Ruhe und die Innenstadt an Attraktivität gewinnen. Marko Tonn, 01157

Zum Beitrag „Boulevard neben Kulturpalast verschwindet“:

Fußgängerboulevard

wird zunichte gemacht

Nun soll also die Schloßstraße wieder für den Autoverkehr geöffnet werden. In ihrem Wahn, Dresden in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurückzuversetzen, zerstören Dresdens Denkmalschützer gewachsene Strukturen wie die Fußgängerzone in der Schloßstraße. Gewiss, die Neumarkt-Quartiere zwischen Kanzleihaus und Kulturpalast benötigen Zugangsstraßen. Doch dieser Zugang könnte über die Straßen Taschenberg und Galeriestraße problemlos erfolgen. Ich verstehe Dresdens Stadtplaner und auch die Stadträte nicht, die solche Pläne absegnen. Genauso unverständlich für jeden Besucher und auch die Dresdner ist, dass die Seestraße von Autos befahren werden darf. Edwin Seifert, 01307

Zu „Wird Dresden richtig aufgebaut?“:

Endlich über Gestaltung

der Stadt nachdenken

Mittlerweile sollte man in Dresden lieber über das Gestalten nachdenken. Es ist zwar ganz nett, dass man alte Gebäude wieder aufbaut und dass man den Verlust, den Dresden erlitten hat, etwas ausgleicht. Aber Dresden sieht sich doch als Kulturstadt. Und da sollte man weiter anknüpfen. Der ewige Blick zurück geht mir doch langsam etwas auf die Nerven. Ich habe den Eindruck, es fehlt da etwas der Rundumblick in Fragen Stadtgestaltung. Ich finde, man sollte mehr namhafte Architekten nach Dresden holen. Das würde Dresden in ein ganz anderes Licht stellen.

Hannes Kettner, per E-Mail

Zum Beitrag „Visionen für Robotron-Areal der Zukunft“:

Die Innenstadt attraktiver fürs Wohnen gestalten

Das Architekturbüro Studio TZ hat mit seiner mutigen Vision die beste Antwort geliefert. Der Entwurf bindet zum einen die Innenstadt wesentlich stärker an den großen Garten an und erhöht dadurch die Attraktivität des innerstädtischen Wohnens, zum anderen trägt sie den Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Dresden Rechnung. Wenn die Entwicklung der Wilsdruffer Vorstadt und Friedrichstadt gelingen soll, darf es nicht noch daneben ein zweites großes bauliches Betätigungsfeld für die Stadt geben. Der Abriss der nicht mehr genutzten Robotron-Industriegebäude sollte mit Mitteln aus Förderprogrammen unterstützt werden, denn ein Erhalt dieser architektonisch weniger hochwertigen Gebäude im innerstädtischen Bereich ist nicht erstrebenswert.

Torsten Kulke, 01324

Zu „Schwimmhalle am Freiberger Platz“:

Heute baut man

zehn Bahnen

Ein Schwimmhallen-Neubau für Wettkampfbetrieb mit acht Bahnen entspricht dem Wissensstand der 70er-Jahre. Heute baut man derartige Schwimmhallen mit zehn Bahnen und einer Brücke für Wettkämpfe auf Kurzbahnen. Alles andere sind nur Halbheiten. Manfred Pohlers, 01277

Zum Beitrag „Brücken-Stahlbau wird 15Millionen teurer“:

Dresden hat erstmals Europa-Bonus verspielt

Die Monsterbrücke kostet Dresden eine Unesco- Auszeichnung, die noch kein europäisches Land verspielt hat. Die sächsische CDU scheint es zu schaffen. Wir brauchen in einer „Kulturstadt“ keinen Starrsinn, sondern nachhaltig denkende, vernünftige und kompromissfähige Politiker, die die richtigen Prioritäten setzen. Die Machtdemonstration am Waldschlößchen ist das traurigste Armutszeugnis der Nachkriegsgeschichte in Dresden. Durch gezielte Des- und Falschinformation ist dies leider vielen Dresdnern nicht bewusst.Lutz Pohl, per E-Mail

Erbe unserer Vorväter Kindern nicht vorenthalten

Das wirft die grundsätzliche Frage auf: Was berechtigt unsere Generation überhaupt, unseren Kindern und Enkeln vorzuenthalten, was wir von unseren Vorvätern ererbt haben? Die verstanden es offensichtlich, aus den Schönheiten der Natur und der damit harmonierenden Architektur Kapital zu schlagen! Dieter Dietze, per E-Mail

Zu „Raser an der Fetscherstraße“:

Hier werden dringend weitere Ampeln benötigt

Auch ich wohne in der Nähe der Fetscherstraße und muss diese häufig zu Fuß überqueren. Ich habe jedes Mal ein ungutes Gefühl dabei, denn es gibt keine Ampel, die ich ohne größeren Umweg nutzen könnte. Ich glaube, dass es vielen Anwohnern ähnlich geht. Nicht jeder verfügt über ein Auto oder ist so gut zu Fuß, dass ihm weite Wege nichts ausmachen. Spätestens wenn die Waldschlößchenbrücke fertiggestellt ist, werden dringend weitere Ampeln benötigt. Ich hoffe, dass nicht, wie so oft, erst gehandelt wird, wenn es die ersten Verletzten oder Toten gegeben hat. Annette Lange, 01307

Zum Beitrag „Die Schloßstraße wird wieder geöffnet“:

Man muss nicht nur bauen wie zu Augusts Zeiten

Ich verstehe die Verkehrspolitik in Dresden nicht. Da wird am riesigen Postplatz, wo sich kaum Fußgänger tummeln, für Autofahrer der Zugang zur Ostra-Allee versperrt, auf der viel befahrenen Wilsdruffer Straße legt man Kopfsteinpflaster, wo kein einziges historisches Gebäude steht, und begrenzt dann die Geschwindigkeit wegen Lärm. Und nun das andere Extrem: Da, wo schon fast 60 Jahre kein Autoverkehr mehr ist, sollen nun die aktuelle Fußgängerzone an der Schloßstraße beschnitten und wieder Straßen gebaut werden. Man muss nicht alles so bauen, wie es zu Augusts Zeiten oder in den 30er-Jahren war, ohne die Tradition zu zerstören.Rohde, 01097

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