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Hier wächst die neue Dreifeldhalle

Bannewitz baut für Schule und Vereine eine neue Sportstätte. Für die Eröffnung gibt es bereits ein Datum.

Architekt Daniel Reich versenkt Dokumente und Münzen in eine Zeitkapsel. Markus Kirchner assistiert. Am Freitag feierte die Gemeinde die Grundsteinlegung der Dreifeldsporthalle.
Architekt Daniel Reich versenkt Dokumente und Münzen in eine Zeitkapsel. Markus Kirchner assistiert. Am Freitag feierte die Gemeinde die Grundsteinlegung der Dreifeldsporthalle. © Andreas Weihs

Das ist ein großes Ding. Rund 2 000 Quadratmeter Grundfläche hat die Halle. Drei Sportfelder wird sie künftig bieten. Hinzu kommen Umkleiden, Duschen, Geräteräume, eine Zuschauertribüne und ein Vereinszimmer. 

Die Bodenplatte ist schon gegossen, erste Wände ragen in den sommerblauen Himmel. Die Ausmaße der neuen Bannewitzer Sporthalle lassen sich bereits erahnen.

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Zur Grundsteinlegung am Freitag strahlten die Beteiligten mit der Sonne um die Wette. Bannewitz’ Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) sagte, es sei richtig, dass die Gemeinde fast ihr ganzes Geld in den Neubau der Halle stecke. Immerhin muss das Rathaus 3,6 Millionen Euro aus eigener Kraft finanzieren, 2,4 Millionen kommen aus Fördermitteln des Freistaates. „Wir geben etwas weiter an die nächste Generation“, sagte Fröse nicht ohne Stolz. „Ich denke, wir schaffen hier etwas Gutes.“

Das sieht auch Architekt Daniel Reich so, der für die Firma Iproconsult bereits seit 2016 an dem Projekt arbeitet. „Es ist ein Entwicklungsprozess, den wir gern begleiten“, sagt Reich. Es sei auch für ihn ein schöner Anlass, denn viele Bauherren verzichteten heutzutage auf eine Grundsteinlegung. „Um so schöner ist es, dass wir heute die Gelegenheit haben, hier dabei zu sein.“ Er versenkte in eine Kapsel Dokumente zum Bau der Dreifeldhalle sowie einige Euro-Münzen, eine Medaille des Landtags und die Ausgabe der Sächsischen Zeitung vom 30. August 2019.

Als Generalauftragnehmer ist Iproconsult nicht nur für Entwurf und Planung verantwortlich, sondern auch für die gesamte Bauausführung. „Wir versuchen, vor allem mit regionalen Firmen zusammenzuarbeiten“, sagt Reich.

So hat die Firma Döhnert aus Kurort Hartha den Auftrag für den Rohbau bekommen. Doch nicht immer sei das möglich. Alle Aufträge müssten europaweit ausgeschrieben werden. Das wirtschaftlichste Angebot kommt zum Zug. „Und manchmal“, sagt Reich, „bekommen wir auf einzelne Ausschreibungen gar kein Angebot“. Dann würde er Firmen gezielt ansprechen und darum bitten, sich an einem erneuten Wettbewerb zu beteiligen. Das Ziel, zum Schuljahresbeginn 2020 fertig zu sein, soll nicht in Gefahr geraten.

Markus Kirchner, der für die Gemeinde Bannewitz das Projekt verantwortet, erklärt die zukünftige Nutzung der Halle. Die drei Sportfelder seien gemeinsam, aber auch getrennt nutzbar, indem Zwischenwände heruntergelassen werden können. Ebenfalls getrennt sind die Eingänge für die Schüler und die Vereinssportler. „Wir wissen schon jetzt, dass zwischen 15 und 22 Uhr Vereine hier Sport treiben werden“, sagt Kirchner. Sechs Umkleideräume stehen dann zur Verfügung, natürlich auch Duschen und Toiletten. „Außerdem bauen wir eine kleine Tribüne für Zuschauer ein“, sagt er.

Auch energetisch ist die Halle auf dem neuesten Stand geplant. Die Lüftung enthält eine Wärmerückgewinnung, das Wasser für die Duschen wird mit Solarthermie auf dem Dach erwärmt und im Winter bleibt die Halle angenehm warm durch eine effiziente Fußbodenheizung.

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