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Wo Leutersdorf 2020 investieren will

Das meiste Geld gibt die Gemeinde für den Nachwuchs aus. Aber auch der Hochwasserschutz spielt wieder eine wichtige Rolle.

In Leutersdorf soll in diesem Jahr viel passieren - etliche Investitionen stehen an.
In Leutersdorf soll in diesem Jahr viel passieren - etliche Investitionen stehen an. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Der Leutersdorfer Gemeinderat hat kurz vor dem Jahreswechsel den Haushaltsplan verabschiedet und damit auch die geplanten Investitionen bestätigt. SZ fasst zusammen, was die Leutersdorfer und Spitzkunnersdorfer dieses Jahr erwartet und worauf sie sich freuen können. 

Barrierefrei ins Verwaltungszentrum

Das Verwaltungszentrum - also das ehemalige Gemeindeamt - im Ortsteil Spitzkunnersdorf wird saniert. 200.000 Euro will die Gemeinde hier investieren. Vor allem soll das Büro künftig behindertengerecht erreichbar sein. Regelmäßig ist hier eine Mitarbeiterin der Gemeinde als Ansprechpartnerin vor Ort. Von den Einwohnern werde das gut angenommen, sagt Bürgermeister Bruno Scholze (CDU). Deshalb wolle die Gemeinde so lange wie möglich die Außenstelle der Verwaltung erhalten und investiert nun auch noch einmal in das Gebäude an der Spitzkunnerdorfer Hauptstraße. Für die Spitzkunnersdorfer ist das Gemeindeamt auch ein Dorfzentrum. Hier auf dem Gelände befinden sich außerdem die Rettungswache, das Feuerwehrdepot und eine Hausarztpraxis.

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Geld für Sport und Spiel

Die Jahn-Turnhalle in Leutersdorf soll auf Vordermann gebracht werden. Sie braucht ein neues Dach, dafür sind 65.000 Euro eingeplant. Eine neue Heizung wird ebenfalls eingebaut. Hierfür werden 150.000 Euro eingeplant. Die Turnhalle wird für den Schulsport aber auch von Vereinen genutzt. 2018 hatte der Gemeinderat entschieden, dass das historische Gebäude saniert werden soll.

Stück für Stück sollen die Arbeiten erfolgen. Die Sporthalle - benannt nach dem Begründer der Turnerbewegung Friedrich Ludwig Jahn - wurde 1913 errichtet. Später, 1930 und 1994, erhielt sie Anbauten, sodass die heutige Form entstand. Umfassend saniert worden ist die Turnhalle zuletzt kurz nach der Wende in den 1990er Jahren. Da es seitdem keine Modernisierungen mehr gab, hat zum Beispiel das Dach inzwischen einige schadhafte Stellen, die behoben werden müssen.

Neue Technik für die Helfer

Die Gemeinde Leutersdorf will mit Technik aufrüsten. Der Bauhof soll ein neues Fahrzeug erhalten, 40.000 Euro stehen dafür im Plan. Ein kleiner Traktor oder ein anderes kleines Fahrzeug soll angeschafft werden, das sowohl für den Winterdienst eingesetzt werden kann, als auch zur Pflege der Flächen im Sommer, zum Beispiel zum Rasenmähen. 350.000 Euro plant die Gemeinde zudem für ein neues Feuerwehr-Auto für die Leutersdorfer Wehr ein, erklärt Bürgermeister Bruno Scholze.

Auch in die Sicherheit der beiden Ortsfeuerwehren soll Geld fließen, vor allem in den Einbruchschutz. Denn das schlimmste denkbare Szenerio sei, so Bürgermeister Scholze, dass die Feuerwehr mal nicht einsatzbereit ist, weil Technik beschädigt oder gar gestohlen wurde. Die Gemeinde will zunächst prüfen, ob sie für die Sicherheit an den Depots Fördermittel nutzen kann. 

Neue Straße und Schutz vor Hochwasser

Auch für die Infrastruktur gibt's Geld: Davon soll dieses Jahr die Geschwister-Scholl-Straße profitieren. Der Regenwasserkanal wird erneuert und gleichzeitig auch die Straßendecke. Insgesamt plant Leutersdorf dafür über 300.000 Euro ein. Der Schutz vor Hochwasser beschäftigt die Gemeinde ebenfalls. In Spitzkunnersdorf, das zuletzt 2017 von schlimmen Überschwemmungen betroffen war, entstehen zwei Regenwasser-Rückhaltebecken. Eines am Pappelweg und eines am Sportplatz. Dort sollen die Wassermassen aufgefangen werden, die bei Starkregen vom Forsten herunterströmen. 

Ein Dorfzentrum für die Jüngsten

Der Neubau für die Kita soll dieses Jahr stehen - zumindest der Rohbau soll fertig werden, sagt Bürgermeister Scholze. 860.000 Euro verschlingt dieses große Vorhaben. Die Gemeinde plant ein neues Gebäude auf dem Gelände der alten Villa, in der die Kita bisher untergebracht ist. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude, sodass keine störenden und gefährlichen Treppen mehr zu überwinden sind. Die neue Kita soll am alten Standort entstehen, damit auch weiterhin das schöne Außengelände genutzt werden kann.

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Der Haushalt für nächstes Jahr steht. Über drei Millionen Euro werden investiert - unter anderem in die Feuerwehr und drei Regenwasserrückhaltebecken.

Außerdem befinden sich im nahen Umkreis die weiteren Kindereinrichtungen der Gemeinde: Krippe und Grundschule. Somit bleibt ein Zentrum für die Jüngsten mitten im Ort bestehen. Das alte Kita-Gebäude will die Gemeinde umbauen und künftig als Gemeindeamt nutzen. 

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