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Freital

Hier wird die Weißeritz hochwassersicher

Zwei Fluss-Abschnitte werden in den kommenden Wochen fertig. Bei einem weiteren Teilstück ging es nun einen Schritt voran.

Damit Freital Hochwasser wie 2002 und 2013 erspart bleiben, bekommt die Weißeritz  zum Ausbreiten  mehr Platz in ihrem Flussbett.
Damit Freital Hochwasser wie 2002 und 2013 erspart bleiben, bekommt die Weißeritz zum Ausbreiten mehr Platz in ihrem Flussbett. © Archiv SZ

Projekt 1: Mehr Raum für die Weißeritz in Hainsberg

Im Endspurt befinden sich die Arbeiten in der Roten Weißeritz in der Nähe des Weißeritzparks. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) will den Fluss auf einem Abschnitt von 1,2 Kilometern hochwassersicher machen. Zwei Millionen Euro kostet das Vorhaben. Im Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Ziel ist es, der Roten Weißeritz mehr Platz zu geben. Deswegen wurde eine Böschungsmauer in der Nähe der Hainsberger Straße etwa einen Meter nach hinten versetzt. Außerdem ließ die LTV zwei Wehre abreißen und durch sogenannte Querriegel – also große Steinblöcke im Fluss – ersetzen. Dadurch fließt die Rote Weißeritz gleichmäßiger. Jetzt fehlt nur der Bau einer neuen Böschungswand unterhalb der Kleinbahnbrücke.

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Projekt 2: Marode Böschungsmauer wird erneuert

In der Nähe der ehemaligen Feilenfabrik, die nun vom Deutschen Roten Kreuz genutzt wird, hat im August letzten Jahres der nächste Bauabschnitt an der Weißeritz begonnen. Auf einer Länge von etwa 400 Metern wird eine alte Böschungsmauer befestigt und teilweise erneuert. Die alten Natursteine sind teilweise in sich zusammengefallen. Der Hang dahinter, der letztlich zur Jägerstraße führt, rutschte nach.

Nun wird die Böschungsmauer in einem komplizierten Verfahren instand gesetzt. Dafür lässt die Landestalsperrenverwaltung gewaltige Anker in den Hang rammen. Sie geben der Mauer künftig Halt. Eine Besonderheit hier sind die Arbeiten am Einlauf zum Mühlgraben, der in Richtung Lederfabrik führt und letztlich in den Poisenbach mündet.

Damit der Graben im Hochwasserfall nicht überschwemmt wird und die Grundstücke links und rechts flutet, wurde er mit einer verblendeten Stahlbeton-Mauer dichtgemacht. Alte Schieber, die früher den Wasserzufluss regulierten, bleiben erhalten – eine Vorgabe des Denkmalschutzes. Spätestens im September 2019 sind alle Arbeiten beendet. 1,2 Millionen Euro kostet das Vorhaben.

Projekt 3: Hochwasserschutzmauer am Stadion des Friedens

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Einen Schritt vorangekommen ist die LTV bei der Planung des Hochwasserschutzes am Stadion des Friedens. Seit Kurzem steht fest, dass das Landratsamt die Prüfung der Pläne übernimmt. Ist diese Phase abgeschlossen, können die Bauarbeiten ausgeschrieben werden und beginnen. Wann genau das der Fall sein wird, kann jedoch noch niemand sagen.

Nach den jetzigen Plänen ist vorgesehen, den Wall an der Weißeritz mit Hochwasserschutzwänden zu erhöhen. 30 Zentimeter bis einen Meter hoch sollen diese werden. Die LTV rechnet mit Kosten von etwa 300 000 Euro.