merken
PLUS

Weißwasser

Hier wollen die Stadtwerke investieren

Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Vereinsleben: Die Stadtwerke Weißwasser wollen auch 2020 wieder viel bewegen.

Die Stadtwerke gestalten vieles in Weißwasser mit.
Die Stadtwerke gestalten vieles in Weißwasser mit. ©  André Schulze (Archiv)

Drei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge werden die Stadtwerke Weißwasser GmbH in den nächsten Wochen aufstellen – eine in der Stadt und zwei im Umland. Vorgesehen ist zudem eine Schnellladesäule am Hotel Kristall, wo innerhalb von 20 Minuten ein Fahrzeug auf 80 Prozent seines Energiebedarfs aufgeladen werden kann. Man werde an dem Thema dranbleiben. Das versicherte der SWW-Geschäftsführer in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Das Thema Nachhaltigkeit spiele aber auch in den eigenen Reihen eine immer größere Rolle. Stefan Przymosinski verwies in diesem Zusammenhang auf das erste Elektro-Dienst-Bike, welches seit Kurzem vor allem den Kollegen im Abwasserbereich eine nützliche Hilfe ist.

Als „wichtiges Beteiligungsunternehmen der Stadt Weißwasser“, wie es Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) bezeichnete, erstatten die Stadtwerke den Räten zu Beginn eines jeden Jahres Bericht über ihre Geschäfte, wie das in der jüngsten Sitzung mal wieder der Fall war. Man sei 2019 an 365 Tagen in 24 Stunden rund um die Uhr da gewesen, um die Ver- und Entsorgung in den fünf Medien Strom, Gas, Fernwärme, Trink- und Abwasser zu sichern und damit Lebensqualität zu garantieren. „Die gesteckten Ziele wurden erreicht. Dass das nicht immer ganz reibungslos passiert, dafür bitten wir um Verständnis“, erklärte Stefan Przymosinski im Stadtrat. In seinem Rückblick nannte er etliche Zahlen. Nur einige davon seien hier aufgeführt. So wurden beispielsweise mehr als eine Million Kubikmeter Abwasser gereinigt, ebenso 43 Kilometer Abwassernetz, 16 Kilometer Leitungen zur Inspektion mit einer Kamera befahren. Außerdem wurden fast 1.100 Zähler gewechselt und durch moderne Messeinrichtungen ersetzt. Damit komme man den neuen gesetzlichen Anforderungen nach.

Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da

Die Stadt Apotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Auch die Stadt-App kommt von den Stadtwerken

Zur Bilanz des Vorjahres gehören aber auch 22 Veranstaltungen im E-Werk, dem Foyer der Stadtwerke. Dort fanden Konzerte beispielsweise des Stadtchores, Ausstellungen oder auch der inzwischen 3. Rückkehrertag statt. Und jeden Montag trainieren die Line-Dancer im E-Werk. Das Unternehmen betrachtet sich als „Partner der Energiewende für die Stadt und das Umland“, wie Stefan Przymosinski betonte. Neben ihrer eigentlichen Geschäftstätigkeit unterstützen die SWW deshalb mit Spenden und Sponsoring das gesellschaftliche Leben in Weißwasser und Umgebung. Und das nicht nur mit Geld, sondern oft auch mit handwerklichen Leistungen.

Die Stadtwerke gestalten vieles in Weißwasser mit. Wie die Stadt-App, die inzwischen 3.000 Nutzer hat und weiterentwickelt wird. Auch arbeiten die Versorgungsbetriebe an dem Modellprojekt „Zukunftsstadt“ mit. Im Bebauungsgebiet „Innenstadt II“ an der alten Ziegelei in Weißwasser sollen klimafreundliches Wohnen und schadstoffarme Mobilität bespielhaft umgesetzt werden. Ein erster Workshop fand im Dezember statt. Demnächst soll es mit dem Ziel „Smart City“ weitergehen.

Für 2020 nehmen die Stadtwerke wieder ordentlich Geld in die Hand. Wie Stefan Przymosinski in seinem Vorausblick erklärte, sollen 3,2 Millionen Euro investiert werden, davon 2,8 Millionen Euro aus eigenen Mitteln. Gebaut wird beispielsweise an der Jahnstraße, um den Ringschluss im Fernwärmenetz herzustellen. Nur kurz verwies er auf die Vorhaben des Wasserzweckverbands „Mittlere Neiße – Schöps“, unter anderem mit dem Bau eines neuen Wasserwerks. Danach bekommt Weißwasser sein Wasser „im Wesentlichen aus Boxberg“.

Kein einziger Arbeitsunfall

Die Stadtwerke Weißwasser beschäftigen 96 Mitarbeiter. „Tarifgebunden und familienfreundlich“, wie der SWW-Chef betonte. Zudem bilde man aus. Die Mitarbeiter nahmen mehrfach an Weiterbildungen teil, alles in allem an 626 Schulungsmaßnahmen 2019. Es gab keinen einzigen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Und in einem sogenannten Überwachungsaudit wurden die Stadtwerke zum zweiten Mal in Qualität, Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und IT-Sicherheit auf Herz und Nieren geprüft. Die Haushaltkonsolidierung der Stadt Weißwasser habe man fachlich begleitet. Er nannte da die Abrechnung der Abwassergebühren und die Straßenbeleuchtung.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

„Wir haben bewiesen, dass wir es können“

Weißwassers Stadtwerke-Chefin Katrin Bartsch spricht über Investitionen, Versorgungssicherheit und den Strukturwandel

Der SWW-Geschäftsführer äußerte sich gleichfalls zu den Herausforderungen für 2020. So wisse man noch nicht, was die CO2-Bepreisung bringt. „Die damit verbundene Preissteigerung können wir nur wenig beeinflussen“, sagte Stefan Przymosinski. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel sei man bereits „mit einem guten Konzept unterwegs“. Und schließlich sind ab 2023 die Ver- und Entsorgung in Weißwasser neu zu regeln. „Wir bereiten uns auf die Bewerbung vor“, kündigte er an.