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Hier wuchsen früher Sträucher

Bauleute hinterlassen eine wüste Fläche am Gärtnerweg. Das kommt bei den Graupaern gar nicht gut an.

© Kristin Richter

Von Mareike Huisinga

Graupa. Dass jetzt die Straßenbeleuchtung am Gärtnerweg in Graupa weitergeführt wurde, stößt bei den Anwohnern auf generelle Zustimmung. Insgesamt neun neue Laternen im Abstand von 30 Metern sind gesetzt worden. Allerdings scheinen sich nicht alle mit der konkreten Ausführung und den Hinterlassenschaften der beauftragten Baufirma anfreunden zu können.

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Eine Graupaerin, die anonym bleiben möchte, bemängelt den aktuellen Zustand des Platzes, auf dem die Firma ihre Materialien während der Bauzeit im Dezember gelagert hatte. „Während hier früher Sträucher wuchsen, liegen jetzt Schutt- und Sandreste herum“, ärgert sie sich. Gemeint ist die Ecke Gärtnerweg/Pirnaer Weg. Auch ein Teilstück des Bürgersteigs am Gärtnerweg hält ihrem kritischen Blick nicht stand. Die Grasnarbe wurde nicht überall säuberlich abgestochen und einige Ecken seien liederlich ausgearbeitet worden. Was sie gar nicht verstehen kann, ist die Tatsache, dass die neuen Lampen weißes Licht statt wie in Graupa üblich gelbes Licht ausstrahlen. „Das passt nicht zusammen“, meint sie.

Ortsvorsteher Gernot Heerde (parteilos), hat sich daraufhin die Situation noch einmal vor Ort angeschaut. Ganz allgemein stellt er fest, dass die Straßenlaternen im Auftrag der Stadt Pirna gesetzt worden sind. „Da es sich beim Gärtnerweg um einen Schulweg handelt, begrüße ich die Maßnahme natürlich“, betont Heerde. Die Tatsache, dass die neu errichteten Lampen weißes Licht und nicht gelbes Licht abgeben, habe einen guten Grund. „Es handelt sich um energiesparende LED-Lichttechnik.“ Die Stadt Pirna plane, die Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet auf diese moderne Technik umzustellen. Es gäbe aber die Möglichkeit, die LED-Lampen etwas abzudimmen, sodass der Unterschied zwischen weißem und gelbem Licht innerhalb der Ortschaft nicht so extrem auffalle.

Auch die Kritik am Fußweg ordnet Heerde ein. „Eine Instandsetzung des Weges war nicht Bestandteil der Ausschreibung.“ Die Bauarbeiter mussten den Fußweg aufgraben, um das Kabel der Laternen zu verlegen. „Danach schütteten sie den Kabelschacht wieder zu und walzten den Splitt eben. Heerde weiß jedoch, dass Pirnas Rathaus derzeit einen Maßnahmekatalog plant, der die Instandsetzung der Fußwege im gesamten Stadtgebiet vorbereiten soll. „Für den Graupaer Ortschaftsrat hat die Sanierung des Fußweges am Gärtnerweg Priorität“, betont Heerde. Pirnas Stadtsprecher Thomas Gockel bestätigt, dass die Verwaltung den Fokus auf die Fußwege im Stadtgebiet legt. Aber konkrete Einzelheiten, wann welcher Bürgersteig gemacht werde, gebe es noch nicht. „Das ist noch in der Diskussion“, sagt Gockel.

Schließlich schaut Gernot Heerde noch skeptisch auf den ehemaligen Lagerplatz für die Baumaterialien. Das Gelände gehört einem Privateigentümer, nämlich der Opus Wohnbau GmbH aus München. Das Unternehmen ist für die Bebauung des Wohngebietes „Gärtnerweg“ verantwortlich. Nach Abschluss der Bebauung in dem Gebiet habe die Firma die Auflage, diesen Streifen zu gestalten, erklärt der Ortsvorsteher. Einige Laubbäume sind schon gesetzt worden. Heerde will sich jetzt noch mal mit dem Geschäftsführer von Opus Bau in Verbindung setzen und anfragen, wann die Gestaltung des gesamten Grünstreifens an dieser Stelle durchgeführt werde.