merken
PLUS

Hilfe bei Demenz

Die Volkssolidarität möchte breite Kreise der Bevölkerung für die Alzheimer-Krankheit sensibilisieren. Dazu sind verschiedene Aktionen geplant.

Von Carmen Schumann

Manuela Strack weiß, wovon sie spricht. Sie hat Erfahrungen als pflegende Angehörige eines Alzheimer-Patienten. Bei der Volkssolidarität Bautzen arbeitet sie an dem Projekt „Demenz ändert alles für alle“ mit. Manuela Strack weiß, dass es wichtig ist, pflegenden Angehörigen Hilfe und Unterstützung zu geben, da diese unter der Krankheit am meisten leiden. „Man muss den Angehörigen Trost spenden, ihnen zuhören und ihnen Beratung zukommen lassen“, sagt sie.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

In Bischofswerda, wo der Kreisverband der Volkssolidarität seinen Sitz hat, gibt es bereits seit 2009 ein Kompetenzzentrum Alter & Demenz. Nun ist geplant, dessen Arbeitsschwerpunkt ab Oktober 2014 nach Bautzen zu verlegen. In den Räumen der Sozialstation der Volkssolidarität auf der Flinzstraße 15c sind die dafür nötigen räumlichen Voraussetzungen gegeben. Das neue Kompetenzzentrum soll Anfang 2015 in Bautzen seine Arbeit aufnehmen.

Bis dahin sind noch die Fragen der Finanzierung zu klären. Die Volkssolidarität erhofft sich dabei Unterstützung durch die Stadt und den Landkreis Bautzen. „Außerdem wollen wir uns an entsprechenden bundesweiten Ausschreibungen für Fördermittel beteiligen“, sagt Sabine Strauß, die Geschäftsführerin des Volkssolidarität-Kreisverbandes. Die konkreten Angebote, die das Kompetenzzentrum leisten kann, hingen natürlich auch von der Finanzierung ab. Geplant ist eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Mittweida und in Görlitz/Zittau.

Die Tatsache, dass die Volkssolidarität gut mit Fahrzeugen ausgestattet ist, soll dazu ausgenutzt werden, um flexibel und mobil den Betroffenen in ihrer häuslichen Umgebung Beratung und Hilfe zukommen zu lassen, und zwar im gesamten Landkreis. Angeboten werden sollen auch Schulungen, beispielsweise für Großvermieter. Diese seien nämlich mitunter mit Beschwerden von Nachbarn konfrontiert, welche mit den für Normalsterbliche manchmal ungewöhnlichen Verhaltensweisen der an Demenz Erkrankten nicht umgehen können.

Bereits jetzt fest eingeplant sind zwei Veranstaltungen, mit denen die Volkssolidarität die Öffentlichkeit für das Thema Demenz sensibilisieren möchte. So findet am 20. August auf dem Hauptmarkt eine Podiumsdiskussion über die Kultur des Zusammenlebens mit an Demenz erkrankten Menschen statt. Daran nehmen Politiker, ein Arzt und eine Vertreterin einer Wohnungsgesellschaft teil. Das Sorbische Nationalensemble gestaltet den kulturellen Teil. Am 16. September wird in das Best-Western Hotel zu einer Dialoglesung eingeladen. Die Schriftstellerin Renate Preuß, deren Mutter an Demenz erkrankt war, und der Facharzt Dr. Friedemann Ficker aus Dresden werden zum Thema sprechen.