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Hilfe für Arnsdorfs Waldwichtel

Die Waldgruppe im Arnsdorfer Kindergarten hat endlich ihren Bauwagen. Hier muss dringend etwas passieren.

Von Sylvia Gebauer

Im Inneren sieht es derzeit eher wie in einem Spiegelkabinett aus. Dabei sind es Metallplatten an den Wänden, die wie frisch geputzt glänzen. Verbaut im Bauwagen der Arnsdorfer Waldwichtelgruppe. Das Angebot mit der Waldpädagogik hat das Team um Kitachef Andreas Reupert neu ins Leben gerufen. Bis so ein Konzept endgültig umgesetzt ist, braucht es auch viele fleißige Helfer. Jetzt engagieren sich die Eltern. Zugleich hoffen sie auf Unterstützung der Arnsdorfer.

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Steffi Grünig (vorne) engagiert sich mit den anderen Eltern für den Bauwagen. Konrad und die anderen Kinder der Waldwichtelgruppe würden sich freuen, wenn ihr Gefährt Ende des Jahres im neuen Glanz erstrahlt. Fotos: Willem Darrelmann
Steffi Grünig (vorne) engagiert sich mit den anderen Eltern für den Bauwagen. Konrad und die anderen Kinder der Waldwichtelgruppe würden sich freuen, wenn ihr Gefährt Ende des Jahres im neuen Glanz erstrahlt. Fotos: Willem Darrelmann

Ein neues Wort haben Arnsdorfs Waldwichtel schnell gelernt. „Bauwagen“, sagen die 15 Kinder im Alter von zwei Jahren im Chor. Dabei zeigen sie auf das grüne Gefährt, das derzeit auf dem Kitagelände in der Karswaldstraße steht. Vom Waldkinder e.V. hat ihn die Einrichtung bekommen. Arnsdorfs Kitaerzieherin Jaqueline Gottesmann brachte den entscheidenden Hinweis auf Arbeit mit. Sie stellte den Kontakt zum Verein her. „Dessen Bedingung war, dass wir ihn für die Waldgruppe nutzen“, sagt Kitachef Andreas Reupert. Finanziert wurde der Bauwagen mit dem Erlös der Papiersammlung. Die unterstützen ja die Arnsdorfer. So haben sie ja auch einen großen Anteil daran, dass der Wunsch des Kitateams in Erfüllung gegangen ist. Bis vor Kurzem stand er im Langebrücker Feriendorf. Nun also in der Kita.

Arbeitsliste ist lang

Von außen sieht er ganz schick aus, doch wer jetzt hineingeht, der kommt eben ins Spiegelkabinett. Dass es hier schon so aussieht, liegt an den engagierten Eltern um Steffi Grünig. „Bei einem ersten Arbeitseinsatz haben wir den Wagen entkernt, doch das war erst der Anfang“, sagt die Mutter des kleinen Konrads. Denn unter dem Holz trat auch Schimmel zutage. Etwas modrig roch es schon. Demnächst wollen sie deshalb die Metallplatten entfernen. Dann sehen sie, wie das Holz darunter aussieht. Allzu viel Hoffnung machen sich die Eltern aber nicht. „Ehrlich gesagt, gehen wir davon aus, dass am Ende nur noch die Bauwagenhülle da ist“, sagt Steffi Grünig. Damit können die 15 Waldwichtel nichts anfangen. Schließlich soll der Wagen ihnen Unterschlupf bieten, wenn es draußen förmlich wie aus Gießkannen schüttet und sie ihren Platz im Karswald verlassen müssen. Dann soll der Bauwagen bereit stehen.

Die Liste, was zu tun ist, ist lang. Zu einem Stammtisch haben sich die Eltern der Kinder zusammengeschlossen. Eines steht auch fest, ohne Hilfe wird es nichts werden. Vom Kitaträger, der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, werden ungefähr 1 000 Euro zur Verfügung gestellt. Das wird sicherlich bei Weitem nicht reichen. Denn ein neuer Ofen muss eingebaut werden, dazu eine ordentliche Belüftung. Holzverkleidung und noch viele andere Dinge sind nötig. Hier hoffen die Eltern ein klein wenig auf Hilfe der Arnsdorfer. Vielleicht hat der eine oder andere jemanden, der etwas übrig hat oder kennt jemanden, der etwas liefern kann. Über die Kontakte ins Dorf kamen sie schon zu den neuen Fenstern für den Bauwagen. Ein erstes Puzzlestück. Dabei haben die Eltern ein Ziel vor Augen.

Im Frühjahr 2015 wollen die Waldwichtel in ihren Bauwagen einziehen. Unweit des Arnsdorfer Krankenhauses in der Nähe des alten Sportplatzes wird er stehen. Im Karswald spielen die Kinder dann. Ohnehin müssen sie noch etwas warten, denn die Waldpädagogik ist für Kinder ab drei Jahre geeignet. Aktuell sind sie zwei. Im Wald spielen sie auch schon jetzt teilweise. Wenn aber erst der Bauwagen schick ist …