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Hilfe für einen Schandfleck

Der hässliche Parkplatz an der Mittelmühle in Radeberg soll umgestaltet werden. Aber wann?

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Dieser Tage ging ein dicker Briefumschlag vom Radeberger Rathaus ans sächsische Innenministerium. Auf immerhin 50 A4-Seiten landete das Konzept für das „Grüne Band“ in Dresden. Das Projekt also, mit dem Radeberg in den kommenden Jahren das Ufer der Röder im Stadtgebiet erlebbar machen will. Zunächst vom Hüttertal bis zum Bereich An den Leithen. Ziel ist es dabei, einen möglichst durchgängigen Ufer-Weg zu schaffen, mit viel Grün sowie Erholungs- und Erlebnisbereichen. Das jetzt vom Stadtrat bestätigte Konzept (SZ berichtete) ging nun auf dem Postweg ins Ministerium, wo jüngst ein Fördertopf gefüllt worden war, aus dem derartige Projekte unterstützt werden sollen. Radeberg hofft also auf Fördermittel für das „Grüne Band“.

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Der erste Abschnitt soll dabei den Gelbke-Hain aufwerten und das Röder-Ufer unterhalb der Bebelstraße gegenüber des Biertheaters gestalten. Dazu laufen ja derzeit bekanntlich die Abrissarbeiten an den beiden morschen Häusern Bebelstraße 3 und 5; hier soll ein Strandbereich geschaffen werden. Die Wege im Gelbke-Hain sollen saniert und auch das Thema Beleuchtung im Parkbereich angegangen werden. Zudem ist im kommenden Jahr der Bau einer Fußgängerbrücke geplant.

Blick zur Röder soll freier werden

Im Rahmen des Konzeptes will Radeberg aber auch gleich noch jede Menge anderer bisher nicht wirklich ansehnlicher Punkte entlang der Röder im Stadtgebiet angehen. Einer dieser Punkte ist dabei zum Beispiel der durchaus hässlich zu nennende Parkplatz mitsamt der ständig vermüllten Papier- und Altglascontainer zwischen Mittelmühle und Dietzestraße. Auch hier soll der Blick zur Röder freier werden, und überhaupt müsste das Areal ein neues Gesicht bekommen. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, muss Radebergs Stadtsprecher auf die Euphoriebremse drücken. Nach dem Stadtratsbeschluss hatte es bereits erste begeisterte Anfragen gegeben, was und vor allem wann denn hier etwas passieren werde. „Das Konzept ist eine Bestandsaufnahme, die einzelnen Punkte werden Schritt für Schritt geplant und realisiert, der erste Schritt wird zunächst der Bereich Gelbke-Hain und das Ufer an der Bebelstraße sein“, so der Stadtsprecher.

Hier gibt es auch schon einen zeitlichen Zielpunkt: Zum großen Stadtjubiläum 2019 – dann feiert Radeberg 800 Jahre Erst-erwähnung – soll der Bereich fertig sein.