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Hilfe für werdende Mütter

In der Beratungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes holen sich immer mehr schwangere Frauen Tipps.

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Von Nora Altmann

Die junge Medizinstudentin ist bereits zum zweiten Mal da. Im Büro von Sozialpädagogin Christiane Günther fühlt sie sich gut aufgehoben. „Von Frau Günther habe ich erfahren, woher ich mir finanzielle Unterstützung holen kann“, sagt die 27-jährige werdende Mutter im neunten Monat.

Und genau das ist die Aufgabe von Christiane Günther und ihrer Kollegin Sabine Richter. Die beiden Frauen kümmern sich in erster Linie um die soziale Absicherung der Familien. „Besonders bei Studenten ist die Situation in Dresden sehr schwierig. Das Arbeitsamt erkennt oft das Urlaubssemester nicht an und zahlt kein Arbeitslosengeld“, sagt Günther. Das ist dann ein Fall für die Sozialpädagoginnen.

Und die Nachfrage steigt immer weiter. Im vergangenen Jahr haben sich rund 700 Frauen am neuen Standort in der Bremer Straße 10 beraten lassen. „Durch die gute Lage kommen jetzt auch mehr Frauen aus Pieschen, der Neustadt und aus dem Dresdner Umland“, sagt Günther. Dabei helfen die Mitarbeiterinnen auch bei Problemen in der Partnerschaft. „Es kommt auch vor, dass sich junge Paare trennen, obwohl die Frau schwanger ist“, sagt die Sozialpädagogin. Dann geht es vor allem darum, gut zuzuhören, so Günther weiter.

Sehr häufig kommt die Frage, wo die Paare das Kinder- und Elterngeld beantragen müssen. „Viele Mütter wissen auch nicht, dass ihnen rund 1000 Euro für die Baby-Erstausstattung zustehen“, sagt die Sozialpädagogin. So ging es auch der Medizinstudentin. „Davon habe ich einen Kinderwagen und Kleidung gekauft“, sagt sie.