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Hilfe in der Warteschleife

Das Projekt „TineTom“ vom Verein Pro Jugend soll Schülern helfen. Doch damit ist jetzt Schluss – zumindest vorerst.

Von Nane Krüger und Verena Weiß

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Wo liegen meine Stärken? Und wie kann ich sie besser nutzen? Fragen, die sich die Schüler bisher nicht gestellt haben. In dem Projekt mit dem etwas sperrigen Namen „TineTom – Kompetenzentwicklung für Schüler“ versuchte die Sozialpädagogin Desiree Wagner vom Verein Pro Jugend den Kontakt zu den Jugendlichen zu knüpfen, die Probleme haben, sich im Unterricht zu konzentrieren oder denen das Lernen schwerer fällt als ihren Mitschülern. In zwei Oberschulen lief dieses Projekt. In Geising und in Bannewitz. Doch nun ist Schluss damit. In Geising endete es bereits im vorigen Sommer. Die dortige Schulleitung habe kein Interesse mehr an der Fortführung gezeigt und hielt Nachhilfe für ähnlich zielführend, sagt Frau Wagner.

Anders ist die Lage in der Oberschule „Am Marienschacht“ in Bannewitz. Hier sollte es eigentlich weiterlaufen. Und dafür sah es am Anfang auch ganz gut aus. Die Förderung wurde verlängert, im neuen Schuljahr konnte das Projekt weiterlaufen. Doch jezt ist schon wieder Schluss. Die Förderung endete im Dezember, für die folgenden Monate zahlen die Europäischen Sozialfonds nicht.

Viele positive Rückmeldungen

Schulleiter Gert Winter gefällt das nicht. Er berichtet ausschließlich positiv über das Projekt und die Wirkung auf die Kinder: „Sobald das Projekt erst einmal etabliert und bekannt wurde, waren die meisten Eltern sehr angetan“, sagt er. Er habe viele positive Rückmeldungen über die Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Jugend erhalten. Wohl auch, weil das Programm für die betreffenden Schüler sehr vielfältig gestaltet war. „Wir waren an mehreren Tagen der Woche in der Schule, standen für die Schüler als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützten die Schulleitung als Vermittler bei Problemen“, erläutert Desiree Wagner die Aufgaben, die sie bisher im Rahmen des Projektes wahrgenommen hat. Neben Einzelgesprächen arbeiteten die Jugendlichen auch in Gruppen zusammen und konnten an außerschulischen erlebnis- und freizeitpädagogischen Aktivitäten teilnehmen, wie zum Beispiel an dem gemeinsamen Besuch der Technischen Sammlungen in Dresden oder einem Ausflug in die Kletterhalle. Die Eltern dagegen hatten vermutlich eher Freude an Notenverbesserungen ihrer Sprösslinge und warfen schon mal einen deutlich unbesorgteren Blick gen Schulabschluss. Denn das Projekt des Vereins will nicht nur auf den wichtigen Schulabschluss, sondern auch auf die Ansprüche, die später im Berufsleben gestellt werden, vorbereiten. „So hoffen wir, dass wir TineTom im zweiten Schulhalbjahr zurück an die Oberschule Bannewitz bringen können“, erklärt Desiree Wagner. Es wäre den 15 Teilnehmern zu wünschen, dass ihnen diese Förderung erneut zugute kommt. Denn Unterstützung können viele Schüler gebrauchen, nicht nur in Bannewitz. Wer einen Blick in ein Klassenzimmer wirft, wird meist folgendes Bild vorfinden: Eine Klassenstärke von deutlich über 20 Schülern und vor ihnen ein Lehrer, der versucht, den Unterricht bestmöglich zu gestalten. Nicht alle Schüler sind dem Pensum des Lehrstoffes auf Anhieb gewachsen. (mit SZ/mb)

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