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Hilft die neue Elbgalerie der Innenstadt?

Die Strahlkraft des Centers ist nicht zu unterschätzen, glauben die Inhaber von Intersport Donat. Doch reicht das für die ganze Hauptstraße aus?

Von Robert Reuther

Der Andrang ist groß am Freitagmorgen vor dem Geschäft Intersport Donat auf der Riesaer Hauptstraße. Zahlreiche Neugierige wollen schauen, was sich dort in den vergangenen drei Monaten getan hat. In dieser Zeit hat Mitinhaberin Sylvia Donat-Barth den Laden komplett umbauen lassen. Das alte Geschäft ist mit der Zeit fast aus allen Nähten geplatzt. Mehr Platz musste her.

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„Wir wollten unseren Kunden einfach ein modernes und frisches Ambiente bieten und gleichzeitig Platz schaffen für neue Sportartikel“, sagt Sylvia Donat-Barth. Und ein bisschen passt der Umbau auch ins Bild. Immerhin haben erst kürzlich mit C&A und dem Mediamarkt zwei große Kundenmagneten in der umgebauten Elbgalerie eröffnet. Von der Strahlkraft dieser beiden bekannten Marken ist Sylvia Donat-Barth überzeugt. „Als die Elbgalerie gebaut hat, Vögele und Expert ausgezogen waren, dann haben wir das auch an unseren Umsätzen gemerkt. Jetzt sollte es wieder aufwärts gehen“, sagt die Intersport-Inhaberin.

Ob das auch für die gesamte Hauptstraße zutrifft, das wird sich zeigen. Annett Margenberg, Chefin der Werbegemeinschaft Innenstadt (Wir) e.V., hofft auf diesen positiven Effekt – immerhin könnte den die gesamte Riesaer Innenstadt gebrauchen. „Diese Läden locken natürlich auch Kunden aus der gesamten Region an. Wenn diese dann anschließend noch ein bisschen über die Hauptstraße schlendern, können alle innerstädtischen Händler profitieren“, sagt Annett Margenberg.

Damit will sie aber keineswegs über das jahrelang vorherrschende Problem hinwegtäuschen: Auf der Hauptstraße stehen nach wie vor zu viele Läden leer. Damit umzugehen ist schwer. Um das von der Stadt groß angekündigte Leerstandsmanagement ist es ruhig geworden. Für die großen alten Läden wie Schlecker sind noch keine Nachmieter gefunden worden. Ohnehin würde sich Annett Margenberg mehr Unterstützung von der Stadt wünschen. „Es ist nicht allein ein Problem der Vermieter und der Händler entlang der Hauptstraße, sondern aller“, sagt die Gewerbetreibende. Sonderlich hilfreich sei in einer solchen Situation auch nicht, dass nun laut über eine Anhebung der Grundsteuer nachgedacht wird.

Sie sieht aber auch die Konsumenten in der Pflicht. „Es ist wichtig, das Geld auch in der Stadt zu lassen, wo man lebt und nicht nur auf das Internet zu setzen. Sonst sind die Innenstädte irgendwann wirklich tot und nichts ist mehr zu Fuß erreichbar“, sagt Annett Margenberg.

Den Kopf in den Sand stecken will sie allerdings nicht. So plant der Wir e. V. zurzeit verschiedene Aktionen in der Weihnachtszeit, um den Boulevard weiter zu beleben.