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Hinter der Plane entsteht ein neues Wandbild

Versteckt malt Christian Gersdorf für den Giebel eines Wohnblocks auf der Andersen-Nexö-Straße ein Kunstwerk als Hingucker.

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Einst zierte ein schaukelndes Mädchen die Fassade des Hausgiebels auf der Martin-Andersen-Nexö-Straße. Doch Schäden in der Fassade hatten das Bild unansehnlich werden lassen. Deshalb ließ die Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“ Süd Dresden (WGS) die Fassade erneuern und lobte einen Ideenwettbewerb für ein neues Bild aus.

Von den vier eingereichten Vorschlägen gefiel dem Genossenschaftsvorstand das Bild des Chemnitzer Künstlers Christian Gersdorf am besten. „Es entspricht unserer Philosophie und ist so gestaltet, dass es auch aus der Ferne ein Hingucker ist“, sagt Julia Geithner, die Pressesprecherin der WGS. Das Motiv des neuen Wandbilds verrät sie allerdings nicht. „Es wird erst zur Enthüllung gezeigt“, sagt sie. „Wir wollen die Anwohner überraschen.“

Christian Gersdorf hat Erfahrung in großflächiger Malerei. Häuserfassaden in Chemnitz, Leipzig, Zwickau tragen seine Handschrift – fantasievolle, dabei gut erkennbare Bilder, in denen Geschichten stecken. Das Bild an der Georg-Palitzsch-Schule in Prohlis lässt erkennen, dass in dem Gebäude Wissen eine große Rolle spielt. Auch dieses Kunstwerk schuf der Chemnitzer. „Ich schaue mir die Umgebung an, frage, welche Funktion das Gebäude hat, bevor ich mich für ein Motiv entscheide“, sagt der Künstler. Per Computer überträgt er dann die kleine Vorlage auf die große Wand. Das Bild an der Martin-Andersen-Nexö-Straße wird 17,50 Meter hoch und acht Meter breit sein. Für die farbliche Umsetzung arbeitet Christian Gersdorf mit Pinsel und Sprühpistole. „So große Wandbilder brauchen eine eigene Technik, wenn sie wirken sollen“, erklärt er. Voraussichtlich Ende August wird die Plane am Giebel fallen. Monika Dänhardt