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Hinterhermsdorfs Ortsmitte wird zum Freizeittreff

Nach langer Planung wird das Areal jetzt umgebaut – vorerst aber nur ein kleiner Teil.

Von Thomas Möckel

Was lange währt: In Hinterhermsdorf gediehen 2011 erste Pläne, das Gebiet in der Ortsmitte zwischen Haus des Gastes, Turnhalle und Badeteich zu einer großen Freizeitfläche umzugestalten. Nicht mehr nur Parkplätze, Wege, Wiesen und Bäume sollten das Areal zieren, vielmehr war es Wunsch der Einwohner, einen attraktiven Treffpunkt zu etablieren. Die Hinterhermsdorfer brachten ihre Ideen ein, Planer fügten sie mit eigenen Vorstellungen zu einem Konzept zusammen. Nach mehreren Debatten beschlossen die Hinterhermsdorfer einen Plan – es ist ein Kompromiss zwischen Wünschen und Finanzierbarkeit. Bislang existierte der Entwurf nur auf dem Papier. Jetzt werden erste Visionen tatsächlich sichtbar – wenn auch vorerst nur in einem Teilbereich.

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Fachleute widmen sich derzeit der Fläche, die schräg oberhalb des Badeteiches liegt. Sie wird links von Privatgrundstücken, am oberen Rand vom Parkplatz sowie rechts oben vom Tennisplatz begrenzt. Laut des Sebnitzer Rathauses schaffen die Arbeiter auf dem Areal einen „Spieltreff für Jung und Alt“, einen Treffpunkt, am dem die Besucher spielen, Sport treiben und sich erholen können. Das Gebiet, das nun vollständig sein Antlitz verändert, ist rund 2 450 Quadratmeter groß – und entspricht damit ungefähr einem Drittel eines regulären Fußballplatzes.

Im unteren Bereich entsteht ein Sandplatz, auf dem Freizeitsportler später Beachvolleyball spielen können. Die Konturen des Spielfeldes sind inzwischen schon zu erkennen, Sand ist aufgeschüttet, die Pfosten für das Netz stehen bereits. Hinzu kommt noch ein Schiedsrichterstuhl, von diesem Hochsitz kann der Unparteiische künftig den Sandplatz problemlos überschauen. Für Zuschauer, die gern sitzen mögen, gibt es neben der Sportfläche zwei Bänke, die fest im Boden verankert sind. Rings um das Volleyballfeld pflanzen Gärtner noch einige Bäume. Ein großes Netz hinter dem Platz verhindert, dass zu doll geschmetterte Bälle möglicherweise in Nachbars Garten landen.

Am oberen Rand neben dem Tennisplatz installieren die Handwerker eine Sitzecke, bestehend aus Stühlen, Tisch und Abfallbehälter, ein Spieltisch nebst Bänken ergänzt das Freiluft-Mobiliar. Ein großer Baum zwischen den Tischen spendet künftig den Sitzenden Schatten.

Mittelpunkt der neuen Freizeitanlage wird der Spielplatz. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine Wasserspielfläche mit einer Wasserspirale aus Pflastersteinen, deren Rinnsal dank einer leistungsstarken Pumpe nicht versiegen wird. Gegenüber bauen Fachleute einen Kletterfelsen, der sich wohl schnell zum Lieblingsort der Spielenden entwickeln könnte. Von dort aus lässt sich ein weiterer künstlicher Felsen über ein Balancierseil erreichen – vorausgesetzt, man ist halbwegs schwindelfrei und kann das Gleichgewicht auf schmalem Steg halten. Wem der Abstieg auf diese Weise nicht geheuer ist, kann den Kletterfelsen auch per Rutsche verlassen.

Auf dem Tobe-Areal für Kinder wird es darüber hinaus einen Spielrasen, einen Sandkasten sowie Hüpf- und Sitzpalisaden geben. Für Versteckspieler legen die Gärtner zudem ein Gehölzlabyrinth an, das zugleich das Spielareal und den Beachvolleyballplatz optisch trennt. Das bisher an dieser Stelle existierende Kleinspielfeld mit einer Größe von reichlich 1 000 Quadratmetern wird auf die Parkfläche neben der Sporthalle verlegt.

Das Projekt kostet laut Stadt rund 100 000 Euro, es wird aus dem Förderprogramm Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) mit 57 300 Euro bezuschusst – das sind 70 Prozent der förderfähigen Kosten.

Der Umbau zum Freizeittreff ist allerdings nur der erste Schritt, das Areal in der Ortsmitte zu verändern. Geplant ist noch, in der Mitte des Gebietes einen Pavillon zu errichten, vor der Sporthalle eine Festwiese sowie einen Hain aus Obstbäumen anzulegen und einen direkten Zugang vom Haus des Gastes zum Parkplatz zu schaffen. Dieser Umbau wird sich schrittweise vollziehen – abhängig von der Sebnitzer Finanzkraft sowie möglichen Fördermitteln.