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Bessere Chancen fürs Glashütter Baugebiet

Stadt, Ortschaftsrat und Anwohner haben sich über das Vorgehen im Ortsteil Hirschbach abgestimmt. Es wurden auch Missverständnisse aus dem Weg geräumt.

Rechts und links der Hermsdorfer Straße in Hirschbach soll ein neues Baugebiet entstehen.
Rechts und links der Hermsdorfer Straße in Hirschbach soll ein neues Baugebiet entstehen. © Egbert Kamprath

In der Diskussion um das neue Baugebiet in Hirschbach zeichnet sich eine Lösung ab.  Wie Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates erklärte, haben sich Stadt, Ortschaftsrat und die inzwischen gegründete Bürgerinitiative "Unser Hirschbach -Bürgerinitiative für mitbestimmte Entwicklung"  mit dem Planer und dem potenziellen Investor getroffen, um Streitthemen zu besprechen. 

Das Gespräch sei ein "erster konstruktiver Austausch"  gewesen, heißt es in einem Schreiben, dass Dreßler, Hirschbachs Ortsvorsteher Jörg Paulusch (CDU) und Georg Wendland von der Bürgerinitiative unterzeichnet haben. Gemeinsam habe man festgestellt, dass die Diskussionen der letzten Monate vor allem auf Kommunikationsdefizite und Missverständnisse zurückzuführen seien.

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Planfläche kann auch kleiner werden

Demnach ist der vom Stadtrat beschlossene Aufstellungsbeschluss nur der erste Schritt in einem Bauleitverfahren. Mit dem Beschluss habe der Stadtrat lediglich seinen Willen erklärt, für die Grundstücke rechts und links der Hermsdorfer Straße einen Bebauungsplan erarbeiten zu wollen, heißt es in dem Schreiben. 

Die im Beschluss beschriebene Fläche sei eine Maximalgröße, über die die Planungen nicht hinausgehen dürfen. Im Verfahren sei es aber möglich, die Fläche kleiner zu beplanen. Zuletzt war die Rede davon, dass auf den Flächen um die 30 Wohnhäuser - hauptsächlich Einfamilienhäuser - entstehen könnten. Dreßler gab zu bedenken, dass der potenzielle Investor auch erklärt habe, dass er das Projekt "nicht gegen die Interessen" der Hirschbacher umsetzen wolle. 

Kritik gab es in den letzten Monaten vor allem am Verfahren, wie Baurecht auf den Flächen geschaffen werden sollte. Denn der Stadtrat sprach sich mehrheitlich für ein beschleunigtes Verfahren aus. Die Bürgerinitiative hatte sich an Landrat Michael  Geisler (CDU) gewandt und ihn gebeten, das zu prüfen. Wie Dreßler mitteilt, habe der Landrat das getan. Demnach sei der Verfahrensweg "nicht zu beanstanden". 

Bürger werden auf jeden Fall beteiligt

Obwohl der Stadtrat ein beschleunigtes Verfahren möglich gemacht habe, sehe auch dieser Verfahrensweg "zwingend eine Beteiligung der Öffentlichkeit" vor, heißt es in dem Schreiben von Dreßler, Wendland und Paulusch. Wenn der Bebauungsplan im Entwurf vorliegt, werden sich die Bürger diesen ansehen können. Jeder Einwohner werde sich dazu positionieren können. Und jede Stellungnahme werde im Verfahren geprüft. Der Stadtrat hat dann abzuwägen.

Dreßler sicherte erneut zu, dass es zu Beginn der Planung eine öffentliche Informationsveranstaltung geben werde. Dort werden die Hirschbacher ihre Sorgen und Ideen vorstellen können. Ziel dieses Treffens soll sein, dass die Planer die Anregungen aufnehmen und  im Entwurf des Bebauungsplans berücksichtigen sollen. Für die Versammlung gibt es indes einen ersten Terminvorschlag. Demnach soll die Veranstaltung am 8. September stattfinden

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