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Historische Bilder und Zeitzeugen erzählen vom Schulalltag in Trachau

Die Zeit in der Weimarer Republik und danach betrachtet Klaus Brendler in seiner neuen Publikation.

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Der Stadtteilhistoriker und Publizist Klaus Brendler hat den zweiten Teil seiner Trachauer Schulchronik veröffentlicht. Darin beschäftigt er sich mit der Schulgeschichte in den Jahren der Weimarer Republik und in denen der nationalsozialistischen Diktatur. „Während sich von 1920 bis 1933 die 56. und 40. Volksschule besonders im Bereich der musischen Bildung sowie der Heimatgeschichte zu anerkannten Bildungseinrichtungen im Dresdner Nordwesten entwickelten, machte der NS-Staat alle bisherigen Fortschritte zunichte und auch die beiden Trachauer Schulen zum Instrument seiner Politik“, schreibt Brendler.

Der Autor will das Heft nicht als „lückenlose“ Schulchronik verstanden sehen. Sondern er erzählt vor allem von Menschen, Häusern und Straßen. Auch ehemalige Schüler und Lehrer der 56. und 40. Volksschule, die mit ihren Zeugnissen, Klassenbildern, Poesiealben und anderem mehr zum Heft beitrugen, kommen als Zeitzeugen zu Wort.

Übrigens haben auch der Lyriker und Essayist Heinz Czechowski (1935–2009), die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Helga Schütz (geb. 1937), der Mittelstreckenläufer Rudolf Harbig (1913–1944) sowie der Kammersänger Theo Adam (geb.1926) die Bänke der 56. bzw. der 40. Volksschule „gedrückt“.

Mit einem dritten Teil soll die Geschichte der Trachauer Schulhäuser ihren Abschluss finden. Er wird den Zeitraum nach Mai 1945 bis zur Vereinigung beider deutscher Staaten im Oktober 1990 beleuchten. Sein Erscheinen ist für das Jahr 2013 vorgesehen. (ih)

Das Heft kostet acht Euro und ist u.a. erhältlich bei Bäckerei Werner, Industriestraße, Presseshop Renate Schaum, Leipziger Straße, und im Rewe, Meißner Straße (Radebeul).